In der DRK-Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" in Rochlitz sind derzeit die Handwerker zu Gast. Im laufenden Betrieb wird saniert. Die Kosten belaufen sich auf zirka 116.000 Euro. Doch auch die kleinen Handwerker sind nicht untätig. Für sie ist es allerdings ein Spiel.
Foto: Mario Hösel
Ein gutes Team: Handwerker und Kinder
Kindertagesstätte und Hort des DRK in Rochlitz werden bei laufendem Betrieb saniert - Kosten für beide Objekte: über 900.000 Euro
Rochlitz. Rochlitz. Zwei Kindereinrichtungen in Rochlitz werden zurzeit auf den neuesten Stand gebracht: die DRK-Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" in der Leipziger Straße und der DRK-Hort in der Mathesiusstraße.
Bei laufendem Betrieb erfolgen die Sanierungsarbeiten in der Kindertagesstätte. Dabei fließen aus dem Konjunkturpaket II zur Wertverbesserung im Kindergarten zirka 116.000 Euro. Es handelt sich dabei um Elektro- und Heizungsinstallationsarbeiten sowie Baumeister-, Tischler- und Bodenbelagsarbeiten. Die werden allesamt von in der Muldestadt ansässigen Firmen ausgeführt. Bis Ende August soll alles erledigt sein. Lediglich das Herrichten der Außenanlagen könnte sich bis Mitte September hinziehen.
"Wir haben das bewusst in die Ferienzeit gelegt, weil zum einen die Einrichtung nicht voll belegt ist und die Möglichkeit besteht, dass sich die Kinder im Freien aufhalten können", sagt Angela Rößner, Sachgebietsleiterin Hoch- und Tiefbau.
Es erfolge alles Hand in Hand mit den Baugewerken. Lärmintensive Arbeiten werden auf den Sonnabend und die Nachmittagsstunden verschoben. In der Mittagszeit legen die Firmen das Werkzeug aus der Hand. "Alles was im Haus geschieht wird mit uns abgesprochen. Das passt alles super", schätzt Erzieherin Christiane Tammoscheit ein.
Bis Ende August - einen Monat später als geplant - soll nicht nur der zweigeschossige Anbau mit einem zweiten Rettungsweg an der Fassade errichtet und das vorhandene DRK-Hort-Gebäude in der Mathesiusstraße umgebaut werden, sondern es wird eine neue Technologie zur Klimatisierung der Räume verwendet. Herzstück der Anlage ist ein so genannter Schotterspeicher, der unter dem Anbau eingebaut wird.
Durch die Schottersteine wird künftig die Luft geblasen, die im Sommer für kühlere Temperaturen in den Gruppenräumen sorgen soll. Im Winter wird die kühlere Außenluft darin dagegen quasi vorgewärmt. "Das ist eine Art natürliche Klimaanlage, die im Vergleich zu elektrisch betriebenen Anlagen weitaus weniger Kosten verursacht und in den Räumen für ein angenehmes Raumklima sorgt", so der verantwortliche Architekt Volker Quaas. Eine neue Heizungsanlage erhält der Hort trotzdem, denn allein mit dem Schotterspeicher könnte das Haus im Winter nicht geheizt werden.
Bei der Gestaltung der Rettungstreppe an der Fassade hat man sich für eine anspruchsvolle Variante entschieden, denn immerhin stehen Anbau und Fassade im öffentlichen Blickpunkt. Im vorhandenen Baukörper wird sich ebenfalls viel im Sinne der Nutzer verändern. So sollen unter anderem mobile Trennwände und eine großzügige Terrasse verschiedene Nutzungen der Räume ermöglichen. Erneuert werden unter anderem die komplette Haustechnik und die sanitären Einrichtungen.
"Durch den langanhaltenden Winter sind wir in Bauverzug geraten. Wir könnten zwar mit brachialer Gewalt den geplanten Termin halten, aber wir haben uns verständigt, das gesittet zu Ende zu bringen", meint Quaas.
Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Investitionssumme von etwa 705.000 Euro. Etwa zwei Drittel der Baukosten werden aus Mitteln des Förderprogramms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" finanziert. (mit JL)


