Mittelschule Rochlitz bleibt Wackelkandidat
Mit 32 Anmeldungen künftiger Fünftklässler wird gesetzliches Limit erneut verfehlt - Peniger Einrichtung hat das "Klassenziel" bereits erreicht
Rochlitz. Rochlitz. Die Rochlitzer Mittelschule hat zwar ihre Hausaufgaben gemacht und sich mithilfe der Stadtverwaltung auch fakultativ um Schülernachwuchs bemüht. Dennoch ist absehbar, dass das gesetzlich geforderte Limit von 40 neuen Fünftklässlern erneut verfehlt wird. Am Freitag ist die Anmeldefrist für die künftigen Fünftklässler an den Mittelschulen ausgelaufen. Laut dem Rochlitzer Schulleiter Wolfgang Knorr lagen bis dahin nur 32 Anmeldungen vor. Damit bleibt die Schule einer der wenigen "Wackelkandidaten" in Mittelsachsen.
Bereits 2009 wurden nur 36 damalige Viertklässler an der Rochlitzer Schule angemeldet. Sie durfte dann als einzige Mittelschule im Kreis mit Ausnahmegenehmigung der Bildungsagentur mit nur einer fünften Klasse (27 Schüler) ins neue Schuljahr starten. "Wir sind nicht entmutigt. Denn wir wissen, dass wir genug zur öffentlichen Präsentation gemacht haben, und noch erwarten wir einzelne Anmeldungen", erklärte am Freitag Schulleiter Knorr. Zuvor hatte die Rochlitzer Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt (FDP) noch gehofft, dass von insgesamt rund 120 Viertklässlern der Grundschulen der Region etwa 70 Mädchen und Jungen für die hiesige Mittelschule infrage kämen. Mit mehreren öffentlichen Veranstaltungen hatten Stadt und Schulleitung die Werbetrommel gerührt. Doch offenkundig haben sich weitaus mehr Eltern als erwartet für ein Gymnasium oder eine andere Mittelschule entschieden. Zulauf hatten auch die privaten Mittelschulen in Milkau und Lunzenau gemeldet.
Keine Sorgen muss sich die Leitung der Bilz-Mittelschule Penig machen. Mit 50 Anmeldungen ist die Einrichtung auf der sicheren Seite und hat so ähnlich wie im Vorjahr das "Klassenziel" erreicht. Im März 2009 lagen 47 Anmeldungen vor. Weit gehend unbeeindruckt von der politischen Debatte um ein geplantes Ende der Modellversuche der Gemeinschaftsschulen in Sachsen kann die Geithainer Paul-Guenther-Schule nicht über mangelnde Nachfrage klagen. "Die geforderte Marke von 40 Schülern bei Mittelschulen ist in Geithain weit überschritten", verkündete Schulleiter Gunter Neuhaus. Konkrete Zahlen werde er kommende Woche bekannt geben. Im Vorjahr hatten sich 105 Viertklässler an der Gemeinschaftsschule angemeldet, darunter auch Wechselburger Grundschüler.
Zufrieden äußerten sich am Freitag die Leiter der Mittelschulen in der Region Mittweida. So erwartet Matthias Möbius, Leiter der Fichte-Mittelschule in Mittweida, rund 60 neue Fünftklässler. "Wir haben die Dreizügigkeit wieder geschafft", sagte er. Als "Super-Ergebnis" bezeichnete Frank Dittmann, Leiter der Maxim-Gorki-Mittelschule Hainichen, die mehr als 80 Anmeldungen an seiner Schule. In der Erich-Viehweg-Schule in Frankenberg lagen 47 Anmeldungen vor. Im Jahr zuvor waren es rund 70.
Am Montag endet die Anmeldefrist für die Gymnasien. Die Bildungsagentur wird am Dienstag das Ergebnis offiziell verkünden.


