Der Organisator der Gartentage in Wechselburg, Michael Müller (rechts), will weder an der angelaufenen Werbung noch am Programm der Schau Abstriche machen.
Foto: Hösel/Archiv
Organisator macht keine Abstriche an Gartentagen
Wechselburger Kloster bleibt Veranstaltungsort für Premiere
Wechselburg. Wechselburg. Zwar ist das Wechselburger Kloster ist in den vergangenen Tagen durch die Missbrauchsaffäre am Mutterkloster Ettal überregional in die Schlagzeilen geraten. Doch am Veranstaltungsort und den geplanten Termin für die ostdeutsche Premiere der Gartentage wollen die Organisatoren vom Ingolstädter Messezentrum festhalten. Das hat am Montag der Geschäftsführer des Messezentrums, Michael Müller, versichert: "Wir werden daran keine Abstriche machen."
Das Kloster Wechselburg stehe als Mitveranstalter nach wie vor hinter dem Vorhaben, auch von der Gemeindeverwaltung habe er weiter Unterstützung erhalten. Bislang seien bereits mehr als 50 Aussteller für die Gartenschau vertraglich gebunden, in den nächsten Wochen sollen noch weitere 20 hinzukommen. "Für eine Erstveranstaltung ist das bisher ein positiver Verlauf. Auch regionale Unternehmen konnten bereits als Aussteller gewonnen werden", so Müller.
Er rechne nach wie vor damit, dass vom 30. April bis 2. Mai rund 10.000 Besucher in Wechselburg zu der Schau rund um die Themen Natur, Garten, Pflanzen und Gartenmöbel auf dem Klostergelände erwartet werden können. Etwa drei Wochen zuvor sollen an insgesamt 3000 Standorten Werbeplakate auf die Gartenschau hinweisen. In den nächsten zwei Wochen will das Messezentrum auch noch einmal auf potenzielle Partner aus der Region für das Rahmenprogramm zugehen.
Die Benediktinermönche des Wechselburger Klosters hatten sich für die Vorbereitung der Gartentage engagiert. Doch zuletzt wurde deren Arbeit vor Ort überschattet von Vorwürfen, wonach drei zuletzt in Wechselburg tätige Patres des sexuellen Missbrauchs beziehungsweise der körperlichen Züchtigung ehemaliger Schüler der Ettaler Klosterschule verdächtigt wurden.


