Quad-Trophy Der Start zur Quad-Trophy rund um den Rochlitzer Berg lockte am Samstagvormittag viele Schaulustige auf den Markt der Stadt.

Foto: Mario Hösel

Quad-Trophy reißt die Region aus Winterschlaf

Rennen gehört zu einer der größten Motorsportveranstaltungen dieser Art in Deutschland

Rochlitz. Rochlitz. Die ersten Kommentare in einem Internet-Diskussionsforum zur Quad-Trophy sind eindeutig: "Gelungene Veranstaltung", "tolles Event" bis "echt Spitze, komme wieder" konnte man am Sonntag dort lesen. Begeistert zeigten sich Hunderte Zuschauer am Rande der 90-Kilometer-Strecke, insbesondere bei den Sonderprüfungen in der Sandgrube Wechselburg und in Seelitz. Auch Organisator Nicky Neubert war zufrieden: "Es ist alles reibungslos gelaufen." Er dankte den Mitwirkenden "und natürlich den Anwohnern für ihre Hilfe und Geduld".

Der Lunzenauer Bürgermeister Ronny Hofmann sicherte nach dem Besuch der Rennstrecke die Unterstützung der Kommunen für eine Neuauflage der Quad-Trophy im kommenden Jahr zu. In der sonst erlebnisarmen Zeit zu Jahresbeginn sei sie eine Bereicherung für die Region.

Das war schon am Samstagmorgen auf dem Rochlitzer Marktplatz zu spüren, der für diese Zeit ungewöhnlich belebt war. Transporter standen in Reihen, ein Podest und Absperrgitter waren aufgebaut. Spätestens als die ersten Quad-Fahrer ihre Maschinen heiß laufen ließen, war nicht zu überhören, dass hier ein Groß-Event gestartet wurde. Heiß lief auch die Stimme von Streckensprecher Stefan Reil. "Lasst die Pflastersteine bitte auf dem Marktplatz", lautete einer seiner Kommentare. Für die Schaulustigen eine perfekte Gelegenheit, sich die Maschinen näher anzuschauen. Über zwei Stunden gingen die rund 220 Teilnehmer an den Start.

Auf Achse war auch Dietrich Zenker, bewaffnet mit einem Fotoapparat. "Ich hab vielleicht schon 25 Fotos heute Morgen gemacht. Hier gibt es ja so viel zu sehen", freute sich der 74-jährige Rochlitzer. Ins Auge waren ihm die Quads mit den Kennzeichen aus Österreich gefallen. Josef Huemer war das erste Mal in Rochlitz dabei. "Wir sind alle aus der Gegend um Wels in Oberösterreich", beschrieb er die Herkunft seines Austria X-Teams. Er selbst startete nur in der Touristenklasse, während die anderen bei den Profis unterwegs waren. "Ich bin hier, um Spaß zu haben. Für mich zählt der olympische Gedanke", so der 50-Jährige. Die 500 Kilometer Anreise nach Rochlitz bereute er nicht. "Bei uns gibt es im Winter nicht so viele Möglichkeiten, mit dem Quad offiziell zu fahren. Da nehme ich gern paar Kilometer mehr in Kauf", so Huemer, der sich seit fast zwei Jahren auf dieser Maschine ausprobiert.

Schon länger dabei sind seine Mitstreiter Alexander Huber und Gerhard Truckenthanner. "Wir fahren seit 2006 regelmäßig solche Rallyes. Im Monat meistens an zwei Wochenenden", so Huber. Ihre Ehefrauen würden trotz der häufigen Abwesenheit gelassen bleiben. "Sie sagen immer nur, dass wir uns nicht wehtun sollen", so der 36-Jährige. "Werden wir auch nicht, denn in erster Linie wollen wir Spaß haben. Wenn dann am Ende eine gute Platzierung dabei herausspringt, ist es umso schöner." (mit jl)

 
erschienen am 30.01.2011 ( Von Robin Seidler )
 
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