Ein Bild mit Seltenheitswert: Nur in der Funktion als Arbeitszug durfte der Schienenzug die Bahnbrücke über die Mulde in Rochlitz passieren. Mit Passagieren darf das Gefährt noch nicht darüber fahren.
Foto: Jörg Höbald
Saisonstart für Schienentrabi endet noch an der Brücke
Zum Fürstentag soll am Bahnhof Rochlitz Endstation sein
Rochlitz. Rochlitz. Für den Start in die zweite Fahrsaison mit der Motordraisine auf der Muldentalbahn hat die Schienentrabi-Mannschaft um Thomas Krauß die Vorbereitung abgeschlossen. Es gibt grünes Licht für die Fahrten zwischen Wechselburger und der Muldenbrücke in Rochlitz.
Doch entgegen der ursprünglichen Hoffnung von Thomas Krauß enden die Fahrten wie im Vorjahr noch vor der Brücke. Nach einer Brückenprüfung durch den Gleispächter Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) sei diese nicht zur Überfahrt mit Passagieren frei gegeben, erklärte das Mitglied vom Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde. "Wir müssen noch einige Reparaturen erledigen. Das schaffen wir nicht mehr bis zum Wochenende."
Krauß ist aber optimistisch, bis zum Fürstentag am 12./13. Juni in Rochlitz gemeinsam mit seinen Helfern auch diese Hürde überwunden zu haben. "Dann ist am Bahnhof Rochlitz Endstation der geplanten Fahrten."
Nur wenige Tage später, am 26. und 27. Juni, soll am still gelegten Bahnhof der Saisonhöhepunkt stattfinden. Zum 50. Jahrestag der Indienststellung der so genannten Gleiskrafträder soll ein Schienentrabi-Treffen veranstaltet werden.
Zu dem Jubiläum erwartet Krauß auch Fahrzeuge dieser Bauart aus benachbarten Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Mitte September wird das Schienengefährt dann zum letzten Mal in diesem Jahr auf der Strecke Rochlitz-Wechselburg unterwegs sein. "Bis dahin will ich pro Monat zwei Mal fahren", kündigte Krauß an.


