Blick auf das mehr als 300 Meter lange Viadukt der stillgelegten Bahnstrecke Altenburg - Narsdorf bei Wiesebach. Auch darauf könnten bald Radwanderer unterwegs sein.
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Ziel: Radweg auf Bahnstrecke ins Altenburger Land
Penig unterstützt Projekt - Bürger gründen Verein
Penig. Menschen aus Penig und der Region Altenburg machen sich für einen Fernradweg auf der stillgelegten Bahnstrecke Altenburg - Narsdorf stark. Die Initiative, die später einen Verein gründen will und weitere Mitstreiter sucht, stellt ihr Projekt am 18. Januar ab 19.30 Uhr im Gasthof "Quellenhof" in Garbisdorf öffentlich vor. Die neue Trasse soll den Städteradfernweg Eisenach - Altenburg mit dem Mulde-Radweg Zwickau - Bad Düben verbinden.
"Der neue Radweg hat kaum Gefälle", weist Michael Wolf aus dem Peniger Ortsteil Niedersteinbach auf einen entscheidenden Vorteil hin. Der Landschaftsarchitekt hat sich schon vor längerem der Bürgerinitiative angeschlossen, er sieht "gewaltige Impulse" für die Belebung des Tourismus im Muldental. Nicht anders denkt Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) darüber, der bereits an Beratungen einer Arbeitsgemeinschaft teilgenommen hat.
Neben Eulenberger machen sich auch die Vertreter der übrigen Anrainerkommunen Altenburg, Nobitz, Langenleuba-Niederhain und Frohnsdorf für das Vorhaben stark. "Wir brauchen die Kommunen an der Spitze", ergänzte Mitstreiter Günter Lichtenstein aus Göpfersdorf. Immerhin werden sich die Gesamtkosten für das Bauvorhaben ersten Schätzungen zufolge bei vier Millionen Euro bewegen. Allein für den Ausbau des Radwegs sind 2,6 Millionen geplant, den Rest verschlingt die Sanierung der fünf Viadukte entlang der ehemaligen Bahnstrecke.
Zwar hat die Bahn AG bereits einen Abschnitt auf sächsischer Seite zwischen Steinbach und Wernsdorf verkauft, aber auf thüringer Seite steht laut Lichtenstein erst im Frühjahr der Verkauf an. "Es ist Eile geboten", mahnte der 62-Jährige an. Denn beim Kauf der durchgehenden Bahnstrecke auf thüringer Seite könnten die Anrainerkommunen mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen, da dann der Bau eines Fernradweges als Zielsetzung steht. Auf sächsischer Seite könnte der neue Radweg auf der S 57 über Niedersteinbach, Mühlweg und Markersdorf ins Muldental geführt werden. Diese Strecke will die Peniger Stadtverwaltung, die gegenwärtig bei der Erarbeitung einer Radwegekonzeption ist, fest mit einplanen.
"Wir wollen als zukünftiger Verein den beteiligten Kommunen den Rücken stärken, die Bürger für unser Projekt begeistern und aktive Öffentlichkeitsarbeit machen", fügte der Niedersteinbacher Michael Wolf an. Zudem sind die Mitstreiter, die 2009 die Strecke selbst abgelaufen sind, um Sponsoren für das Projekt bemüht.


