Falkenstein sagt Bergen:"Herzlich willkommen"
Stadtrat für Verhandlungen über Eingemeindung - Göltzschtalstadt nicht abgehakt
Falkenstein. Dem Antrag der Gemeinde Bergen auf Eingliederung in die Stadt Falkenstein hat der Stadtrat am Donnerstagabend geschlossen und diskussionslos zugestimmt. Damit ist der Weg für weitere Verhandlungen zur Eingemeindung frei, die zum 1. Januar 2011 wirksam werden könnte.
Der Bergener Rat hatte sich bereits vorige Woche dazu positioniert, den Verwaltungsverband "Jägerswald" zu verlassen und sich Falkenstein anzuschließen. "Die Bergener Bürger sollen die Gewinner und gleichberechtigte Partner sein", unterstrich Falkensteins Bürgermeister Arndt Rauchalles (CDU) mit Blick auf die angestrebte Verbindung.
Vielfältige Bindungen von Arbeitsplätzen bis zum Standesamt gebe es zwischen beiden Orten, die auch der Bergener Rat bei seiner Entscheidung berücksichtigt habe. Energisch trat der Rathauschef Diskussionen entgegen, wonach Falkenstein die Nachbargemeinde aus dem Verwaltungsverband gelockt hätte, um selbst mehr territorialen Zuwachs zu haben. Man müsse an kommunale Entwicklungen denken, und vor allem an die finanzielle Gestaltung künftiger Investitionen im ländlichen Raum, begründete Rauchalles.
Als Gäste verfolgten auch Bergens Bürgermeister Volkmar Trapp (parteilos) und Ratsmitglied Heinz Luderer (Die Linke) den Stadtrat. "Wenn ich nicht von der Richtigkeit des Schrittes nach Falkenstein überzeugt wäre, hätte ich ihn nicht unternommen", erklärte Trapp nach der Ratssitzung. "Der Bergener Rat steht hinter mir. Nun geht es darum, keine Zeit zu verlieren und die Anhörung der Bürger im August vorzubereiten." Auf die Frage, ob er mit Gegenwind von den Bergenern rechnet, gab sich Trapp zuversichtlich: "Natürlich sind nicht alle einer Meinung. Aber wir gehen offensiv in die öffentliche Diskussion mit Bürgern und Vereinen und werden unsere Argumente darlegen."
Trotz des möglichen Gebiets- zuwachses durch Bergen will man in Falkenstein offenbar weiter am Projekt einer großen Göltzschtalstadt festhalten: "Die Geschichte mit Bergen hat damit nichts zu tun. Das ist eine Entwicklung, die unabhängig voneinander verläuft. Die Großstadt wird trotzdem irgendwann kommen", bekräftigte Ratsmitglied Rolf Steiniger (Die Linke). Einer kommunalen Vereinigung von Falkenstein und Bergen blickt auch Stadtrat Siegmar Lippold (CDU) gespannt entgegen, der als Ortsvorsteher von Trieb Bergens Nachbar ist: "Ich persönlich freue mich, dass Bergen diesen Schritt geht. Herzlich willkommen und auf gute Zusammenarbeit."

