Brau-Gerste Im Getreidelager der Wabio Technologie GmbH herrscht zur Erntezeit Hochsaison. Im Labor der Einrichtung prüft Karl-Heinz Felber angelieferte Brau-Gerste auf Pilzbefall.

Foto: Silke Keller-Thoss

Gerste muss zuerst ins Labor

Landwirte nutzen den sommerlichen Augunst, um das Getreide zu bergen

Auerbach/Ellefeld. Im Getreidelager der Wabio Technologie GmbH nahe des Auerbacher Flugplatzes ist während der Erntezeit Hochsaison. Die Anlage ist derzeit Anlaufpunkt von privaten Landwirten und Agrar-Unternehmen aus dem Göltzschtal, dem Plauener Land sowie dem Obervogtland. Nahezu die gesamte Palette regionaler Getreidearten wird angeliefert, so zum Beispiel Weizen, Roggen oder Raps.

Die Ernte der Wintergerste ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. In der Anlage am Reumtengrüner Weg wird das Erntegut getrocknet, gereinigt und eingelagert. "Insgesamt steht eine Kapazität von rund 3000 Tonnen in mehreren Silos und einer Halle zur Verfügung. Der Großteil des Getreides wird aufgekauft, im Auftrag zwischengelagert und später beispielsweise an Mühlen, Mälzereien oder Mischfutterwerke ausgeliefert", erklärt Wabio-Mitarbeiter Karl-Heinz Felber.

Landwirte, die selbst nur begrenzte Lagermöglichkeiten haben, können bei Bedarf eine vorübergehende Einlagerung als Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Wenn die Fahrzeuge von den Feldern anrollen, werden Getreideproben entnommen, um Feuchte, Eiweißgehalt und andere Richtwerte zu ermitteln. "Beim Raps kommt es auf den Ölgehalt an. Bei der Gerste entscheidet die Qualität, ob sie als Braugerste verwendet wird", erklärt Felber einige Kriterien.

Auch der Ellefelder Landwirtschaftsbetrieb Schöniger steuert regelmäßig die Wabio GmbH an. Geliefert werden Sommergerste, Roggen und Raps. Das Ergebnis der diesjährigen Getreideernte betrachtet Gunter Schöniger mit gemischten Gefühlen: "Die Qualität von Brotgetreide und Braugerste leidet unter der hohen Feuchtigkeit. Bei einigen Getreidearten verzeichnen wir geringere Erträge durch Winterschäden." Auch in den kommenden Tagen hat die Wabio-Mannschaft noch alle Hände voll zu tun. "Bis der letzte Halm vom Feld ist, sind wir am Reumtengrüner Weg aufnahmebereit", sagt Karl-Heinz Felber.

 
erschienen am 23.08.2011 ( Von Jürgen Hübner )
 
Kommentare
2
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  • 26.08.2011
    15:16 Uhr

    Holzinger: Lieber den eigenen Hobbies frönen (Park der Generationen etc.) als das bauen was der Allgemeinheit von Nutzen wäre. So ist das in diesem System, jeder nutzt seine Macht und macht was er will. Das Volk wird nicht mal mehr gefragt und beschweren kann es sich auch nicht mehr. Soviel zum Reumtengrüner Weg.

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  • 24.08.2011
    14:17 Uhr

    ThorstenS: Am Reumtengrüner Weg ist man aufnahmebereit, der Reumtengrüner Weg selbst ist es bald nicht mehr. Die Zentimeter tiefen Schlaglöcher sind kaum mehr zu zählen. Nach Regenfällen ist dieser Weg eine holprige Schlammwüste und bei längerer Trockenheit werden Spaziergänger und Radfahrer von abkürzenden Autofahrern eingestaubt. Jeder bessere Feldweg ist mittlerweile asphaltiert und auch der Reumtengrüner Weg, aber nur auf Ellefelder Flur. Warum bekommt Auerbach das nicht gebacken?

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