Näherin Jana Stengel von der Firma Seidel Moden in Schreiersgrün bei der Arbeit an der neuen Kollektion.
Foto: Wolfgang Schmidt
Modefirma startet gut ins Jahr
Schreiersgrüner Firma Seidel Moden präsentiert Herbst/Winter-Kollektion 2012/ 2013
Schreiersgrün. Gut ins Geschäftsjahr 2012 ist die Schreiersgrüner Firma Seidel Moden gestartet. Die Herbst/Winter-Kollektion 2012/ 2013 kam bei der europaweit führenden Modemesse CPD in Düsseldorf gut an. Das gleiche Bild gab es beim Besuch der Leipziger Messe, sagt Geschäftsführer Axel Seidel. "Wir haben neue Kunden in Australien, Russland, den Niederlanden und der Schweiz gewonnen."
Doch nicht nur die Modelle für den nächsten Winter aus dem Schreiersgrüner Haus kommen gut an, auch die Sommerkollektion für 2012 laufe gut. "Wir liefern zurzeit aus und haben schon Nachbestellungen. Die Leute kaufen trotz der kühlen Temperaturen Sommermode." Der gute Start ins Jahr veranlasst Seidel zur Prognose, dass die Firma 2012 ein Umsatzplus von etwa zehn Prozent erreichen wird. 2011 gab es ein Plus von sechs Prozent. Die absolute Zahl möchte er nicht nennen.
Qualität und Passform
Den guten Geschäftsverlauf führt er auf mehrere Faktoren zurück: "Durch effizientes Arbeiten gibt es nur geringe Preissteigerungen. Qualität und Passform sind sehr gut." Positiv wirke sich aus, dass sich die Firma in den Vorjahren einen Namen gemacht hat, der heute auch außerhalb Deutschlands Klang hat. "Als wir nach 1990 angetreten sind, waren die Märkte aufgeteilt Es war schwer hineinzukommen. Das haben wir durch die Qualität unserer Produkte geschafft." Einen weiteren Grund für die positive Entwicklung sieht der Geschäftsführer im Betriebs-Shop: "Dort können wir testen, wie die neuen Modelle bei den Kunden ankommen."
Ein Teil aus der Herbst/Winter-Kollektion 2012/2013.
Foto: Seidel Moden
Neben dem Klassiker Blusen setzt Seidel Moden stärker auf Produkte wie Hosen und Tuniken. Die Teile sind meist so abgestimmt, dass sie zueinander passen. Angesprochen werden Frauen ab 40 Jahren. Der Kundenkreis ist für die Firma aber auch aus einem anderen Grund interessant: "Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl älterer Menschen. Dadurch können wir in dem Bereich Zuwächse erzielen."
Pro Hauptkollektion müssen etwa 170 Teile neu entworfen werden, bei zwei Nebenkollektionen sind es laut Axel Seidel nochmals jeweils 80 Teile. Für das Aussehen ist eine Designerin zuständig.
Rostrot, Petrol und Tanne
Frauen, die sich im nächsten Winter modebewusst kleiden wollen, sollten laut Seidel auf die Farben Rostorange, Petrol und Tanne setzen. "Bei Tanne handelt es sich um dunkles Grün, das in unseren Kleidungsstücken dezent eingesetzt wird, weil es die Farbe aus dem Gesicht zieht." Bei Seidel Moden arbeiten derzeit 52 Personen, zwei davon sind Lehrlinge. Ab Herbst soll ein Auszubildender zum Modeschneider eingestellt werden. Sorgen bereitet dem Firmenchef der Fachkräftemangel. "Es ist wichtig, dass wir auch in Zukunft genug sehr gute Mitarbeiter haben, um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen."


