Sie griffen am Montag für den offiziellen Baubeginn zum Spaten: der Auerbacher Oberbürgermeister Manfred Deckert, die Treuener Bürgermeisterin Andrea Jedzig, Wirtschaftsminister Sven Morlok, Landrat Tassilo Lenk und der Rodewischer Bürgermeister Erhard Meier (von links).
Foto: Joachim Thoss
Straße frisst sich durch den Wald
Baubeginn an der Eicher Spange eingeleitet
Treuen/Eich/Auerbach. Zum dritten Mal haben am Montag die Arbeiten zum Bau der Eicher Spange begonnen: Nachdem im Winter die Bäume auf der künftigen Trasse gefällt wurden, starteten Anfang August die Erdarbeiten. Am Montag kamen die Politiker zu Wort, um das für das Göltzschtal wichtige Straßenbauvorhaben feierlich zu beginnen.
Eine wichtige Botschaft brachte der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) mit: "Hoffentlich sehen wir uns schon 2012 für den ersten Spatenstich zum Bau der B169." Allerdings hatte er vorher bereits eingeschränkt, dass es nach jetzigem Stand nicht so aussieht, dass im Bundeshaushalt für 2012 "Geld für einen nennenswerten Neubeginn von Straßenbaumaßnahmen" in Deutschland enthalten ist. Außerdem lud der Minister für die Freigabe der Spange im Herbst 2013 ein.
Für Landrat Tassilo Lenk (CDU) stellt der Bau der Staatsstraße 299 westlich von Rodewisch, wie das Vorhaben ausführlich heißt, "leibhaftige Wirtschaftsförderung" dar. Darauf gingen der Auerbacher Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos) und die Treuener Bürgermeisterin Andrea Jedzig (CDU) ein. "Auerbach erhält eine schnellere Anbindung zur A 72. Unsere Gewerbegebiete haben darunter gelitten, dass sie schlecht erreichbar sind", freut sich Deckert über den Ausbau. Für Andrea Jedzig wird mit dem Neubau nicht nur das Nadelöhr in Eich beseitigt, das 2010 durch die Freigabe der Treuener Umgehung entstanden war. Angesichts neuer Firmenansiedlungen in Treuener Gewerbegebieten freute sie sich, dass "Arbeitssuchende schneller nach Treuen kommen".
Der Bau der Eicher Spange ist mit 14 Millionen Euro geplant. Elf Millionen Euro oder 75 Prozent sind Fördermittel der Europäischen Union. Gebaut wird das 5580 Meter lange Straßenstück von der Arbeitsgemeinschaft VSTR Rodewisch/HTR Reichenbach. Ein wichtiges Bauwerk ist nach den Worten des Wirtschaftsministers das mit der Nummer 7. "Dort kreuzt die S 299 mit der künftigen B 169."
Aus Planungsgründen wurden die Strecke zwischen Eich und Auerbach in zwei Abschnitte und die in mehrere Etappen unterteilt. Der erste Abschnitt reicht vom Ende der Treuener Ortsumgehung bis kurz vor den Weg in Rebesgrün, der nach Überquerung der Bahngleise die Fortsetzung der Rodewischer Straße bildet, sagt Günter Schlott, Abteilungsleiter des für den Bau der Staatsstraße zuständigen Straßenbauamtes in Plauen. Der zweite Abschnitt erstreckt sich von dort bis Auerbach. Geplant ist, dass die Arbeiten am zweiten Abschnitt Anfang 2012 beginnen. Nach Aussagen Schlotts soll die gesamte Strecke bis Ende 2013 frei gegeben sein. "2014 gibt es nur noch Ausgleichsarbeiten. Die von der EU geförderte Straße muss bis 2015 abgerechnet sein."


