Touristiker sollen umschulen
Kritik der CDU an Auerbachs Fremdenverkehrsamt fällt bei FDP-Stadtrat Martin Treeck auf fruchtbaren Boden
Auerbach. Vor der Stadtratssitzung am Montag schlägt die Kritik am Fremdenverkehrsamt neue Wellen. Martin Treeck, FDP-Stadtrat, springt CDU-Fraktionschef Hendrik Kirchhof bei, der vorige Woche gefordert hatte, den Aufwand für den städtischen Tourismusdienstleister zu verringern. Zur Begründung hatte der CDU-Mann auf stagnierende oder gesunkene Besucherzahlen verwiesen, gar von einer "Kernschmelze" gesprochen und über mangelnde Impulse für die Gastronomie geklagt. Kirchhofs Vorschlag: Die Aufgaben der Truppe um Kultur- und Tourismusmann René Tümpner könne auch das Bürgerbüro erledigen, das in Auerbachs Zentrum geschaffen werden soll.
Treeck teilt Kirchhofs Kritik: "Die Einwände sind nicht von der Hand zu weisen. Wie können wir so viel Geld für den Tourismus ausgeben, wenn die Zahlen der Übernachtungen rückläufig sind, unsere Gaststätten und Museen leider über Besucherschwund klagen?"
Allerdings ist für den Kreischef der Liberalen ein möglicher Umzug des Fremdenverkehrs- in ein Bürgeramt nicht die Kernfrage - wichtiger sei "inhaltliches Umdenken und Kräftebündeln". Denn laut Treeck hat das Fremdenverkehrsamt durchaus seine Verdienste: "René Tümpner ist ein guter Manager." Das habe er mit der Organisation von Festen und anderen Höhepunkten bewiesen. "Ich halte es für möglich, dass Tümpners Team sich teilweise umorientiert und der Wirtschaftsförderung in seiner Gesamtheit widmet und die Tourismus-Schiene etwas zurückschraubt", lautet Treecks Vorschlag. Zumal Auerbach nach seiner Einschätzung bei der Wirtschaftsförderung ein Defizit hat. "In anderen Städten leistet man sich einen Wirtschaftsförderer und verlässt sich nicht auf das kreisliche Wirtschaftsförderamt oder gar den Zufall."


00:39 Uhr
Social: @Holzinger: Oder man erkennt, dass Tourismusangebote nicht nur im Amt verwaltet, sondern für die Stadt auch gestaltet werden müssen. Dazu ist ein "Zuhause", welches die Einheimischen und unsere Gäste gleichermaßen zur Information und zu einer guten Kommunikation einlädt, unabdingbar. Hier kann und muss ich ein ganz großes Lob an alle Mitarbeiter des Fremdenverkehrsamtes weitergeben!
19:22 Uhr
Holzinger: @ social: Und was macht dann das Fremdenverkehrsamt??? Ist es ja noch eher überflüssig.
00:32 Uhr
Social: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.....Vielleicht sollten die Kommunalpolitiker tatsächlich einmal den Tourismus mit neuen Impulsen und Eigeninitiativen versehen. Das wäre doch einfach schön, wenn der Auerbacher Stadtrat Martin Treeck als Stadtführer einmal im Monat Reisegruppen aus seiner Geburtsstadt durch seine neue Heimat Auerbach führt. Wirtschaftsförderung pur für den Tourismus und die Gastronomie! Da ist bestimmt auch noch ein Empfang an der Vogtland-Arena durch den Auerbacher Oberbürgermeister Manfred Deckert drin. Wie wär's?
20:01 Uhr
Holzinger: Warumsollte auch im öffentlichen Dienst nicht mal die vielgepriesene Flexibilität Einzug halten. Wenn demografischer Wandel usw. dazu führen das weniger Bürger oder Gäste zu betreuen oder zu verwalten sind, dann muß auch in der Verwaltung darauf reagiert werden. Das gleiche gilt selbstverständlich für Parteien und dergleichen. Statt Schulden zu vermehren sollte man über Einsparmöglichkeiten nachdenken. Outsourcing z.B..Man könnte auch bestimmte Verwaltungsarbeiten auslagern, nach China z.B., wo schon alles für uns gemacht wird.
00:30 Uhr
Kontakt: Langsam muss man bei den Politikern im Auerbacher Stadtrat daran zweifeln, ob sie wissen, worüber sie reden. Bevor der FDP-Sgeiteneinsteiger-Kreischef sich mit dem Wirtschaftszweig Tourismus näher beschäftigt, sollte er sich Belesen, was der vogtländische Tourismusverband unter Leitung von Landrat Dr. Tassilo Lenk über die weichen Faktoren des Fremdenverkehrs seit 20 Jahren festgeschrieben hat.