Lindenfreunde Die Lindenfreunde Eichigt belegten den dritten Platz bei der Kronkorken-Sammelaktion.

Foto: Ellen Liebner

Junger Verein mit vielen jungen Leuten

Dritter Platz für Lindenfreunde Eichigt beim Kronkorken-Sammeln der Sternquellbrauerei

Plauen/Eichigt. Plauen/Eichigt. Vereine müssen nicht immer von vorwiegend älteren Frauen und Männern getragen werden. Es geht auch anders. Das beweisen die Lindenfreunde Eichigt, ein Dorfverein, dessen Mitglieder zwischen 18 und 45 Jahren jung sind. Am Samstag hatte die erst vor zwei Jahren gegründete Gemeinschaft in Plauen einen großen Auftritt: Beim Kronkorken-Wettbewerb der Sternquellbrauerei belegten die Truppe den dritten Platz und bekam dafür ein Preisgeld von 3000 Euro.

Mit Unterstützung fast aller Dorfbewohner haben die Eichigter 377.349 Kronkorken zusammenbekommen. Durch "Mund-zu-Mund-Propaganda" habe sich die Sammelaktion herumgesprochen und die Einwohner lieferten die Verschlüsse der Bierflaschen bei den Lindenfreunden ab. Mit dem Geld wolle man die Gemeindearbeit weiter voranbringen, sagten die in hellgrüne T-Shirts mit eigenem Schriftzug gekleideten Frauen und Männer auf der Bühne am Firmengelände in Plauen-Neuensalz.

Die Gemeindearbeit, das sei unter anderem das Organisieren von Dorffesten, zum Beispiel für Kinder oder zu Silvester. Man wolle eben die Gemeinschaft pflegen und fördern, beteuerte Enrico Hendel. Er ist stellvertretenden Vorsitzender der 18 Mitglieder zählenden Gruppe. Damit das Gemeindeleben bereichert wird, deshalb habe man sich im Jahr 2008 auch zusammengetan. Wie der Name "Lindenfreunde" entstand, das ist aber eine ganz andere Geschichte. "Das hat mit der Körnerlinde in unserem Ort zu tun", erklärt Hendel. Das sei nicht irgendein Baum. Er habe Bedeutung. "Unter der Linde soll Theodor Körner von den Lützower Jägern einst geschlafen haben", sagt der stellvertretende Vereinschef. Neben dem Gehölz haben die Lützower "Schwarzen Jäger" im Juni des Jahres 1813 kampiert. Übrigens ist auf der Internetseite www.eichigt.de nachzulesen, dass auch Rittmeister Adolf Wilhelm Freiherr von Lützow in dem Dorf einquartiert gewesen sein soll. Nach dem preußischen Generalmajor war das Freikorps "Schwarze Jäger" benannt.

Die Körnerlinde, das sei auch die dickste Linde im Vogtland, beteuern die Lindenfreunde, und der Mittelpunkt des Dorfes.

Gewonnen hat den Kronkorkenwettbewerb der VfB Großfriesen, den zweiten Platz belegte die Feuerwehr Grünbach. (pa)

 
erschienen am 05.09.2010
 
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