Bundestrainer Bundestrainer Werner Schuster (rechts) am Mittwoch beim Training in der Vogtland-Arena mit Pascal Bodmer.

Foto: Harald Sulski

Sommer Grand Prix schon in Sichtweite

15 deutsche Skispringer trainieren in der Vogtland-Arena - Schon am ersten Tag kommen rund 500 Fans

Klingenthal. Klingenthal. Skispringen in der Vogtland-Arena ist zu jeder Jahreszeit ein Anziehungspunkt. Rund 500 Schaulustige haben am Mittwoch das Training der deutschen Skispringer in der Vogtland-Arena verfolgt. Zumindest im Continentalcup, der "zweiten Liga" der Skispringer, wäre mancher Veranstalter mit einer solchen Resonanz zufrieden.

Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich von den Trainingssprüngen seiner 15 Aktiven angetan: "Die Saisonvorbereitung läuft bislang sehr gut. Wir haben weniger Lehrgänge gemacht als im Vorjahr, dafür aber intensiver gearbeitet."

Ein Schwerpunkt in der Vorbereitung lag auf der Anpassung ans neue Reglement. Der vorgeschriebene Body-Mass-Index (BMI) wurde erhöht, die Athleten springen außerdem mit kürzeren Ski. Bundestrainer Schuster: "Das ist eine Umstellung. Außerdem haben wir uns mit den Bindungen beschäftigt".

Den "Bindungs-Stein" ins Rollen hatte Anfang des Jahres der Schweizer Simon Ammann gebracht. Auch die Österreicher arbeiten an einem neuen System. Ein besonderer Bindungskopf soll es ermöglichen, durch eine veränderte Anstellung der Skier während des Fluges eine höhere Geschwindigkeit und somit größere Weiten zu erzielen. Während des Trainings Anfang des Monats in Innsbruck hatte strengste Geheimhaltung geherrscht.

Schuster sieht das Ganze scheinbar gelassen: "Die Geheimniskrämerei zählt wohl in erster Linie zur psychologischen Kriegsführung. Natürlich müssen wir versuchen, technisch auf einen ähnlichen Stand zu kommen." Der bekennende Psychologie-Fan arbeitet gleichzeitig weiter intensiv an der mentalen Stärke seiner Schützlinge: "Die Athleten müssen das nötige Selbstvertrauen haben. Letztlich liegt die Wahrheit auf der Schanze."

Die Hoffnungen für die neue Saison werden einmal mehr auf den Routiniers ruhen. Martin Schmitt: "Die Olympischen Spiele in Vancouver haben mir noch einmal einen Schub gegeben." Zum Auftakt des Sommer Grand Prix am 7. und 8. August in Hinterzarten setzt Schuster zunächst auf Michael Uhrmann, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Severin Freund und Andreas Wank. Der Österreicher Gregor Schlierenzauer, der schon fünf Siege in Klingenthal holte, erwägt laut aktuellen Informationen aus Österreich einen Verzicht auf den Sommer Grand Prix.


Service

Am 2. und 3. Oktober findet in Klingenthal das Finale des Sommer Grand Prix der Spezialspringer statt. Tickets gibt es bereits im Vorverkauf in allen Geschäftsstellen der "Freien Presse".

 
erschienen am 28.07.2010 ( Von Thorald Meisel )
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern