Einbrüche in Bad Elster: Spürhund läuft in Richtung Tschechien
Diebe suchen zum dritten Mal in zwei Wochen leerstehenden Gasthof heim
Bad Elster. Nach dem dritten Einbruch in zwei Wochen in den leerstehenden Wendlers Gasthof in Bad Elster hat am Dienstag ein Fährtenhund der Polizei die Spur der bisher unbekannten Diebe Richtung tschechische Grenze verfolgt. Das Tier nahm die Witterung in Richtung Ringweg auf. Von dort geht es auf einem Wanderpfad ins benachbarte Grün/ Doubrava. "Es gibt die Vermutung, dass die Täter aus Tschechien über die grüne Grenze kamen", sagt Oliver Wurdak von der Polizei in Zwickau. Für die Aufklärung der Einbrüche, bei denen ein Schaden von 10.000 Euro entstand, setzt die Polizei auf Hinweise von Anwohnern.
Zeugen haben Täter gesehen
Laut Wurdak sind die mutmaßlichen Täter auch am Tage an dem unbewirtschafteten Traditionslokal am Ortsrand gesehen worden. Das war am 7. Juni. Diebe bauten fast alle Dachrinnen ab und klauten fünf Fenster. Zeugen sahen dies, riefen aber nicht die Polizei, da sie darin keinen Einbruch sahen, sondern von Arbeiten der früheren Betreiber des Lokals ausgingen, sagte Wurdak. "Ehe die Information zur Polizei kam, waren drei Stunden ins Land gegangen. Da war natürlich niemand mehr da", sagte Wurdak.
Was bei den Einbrüchen vom 9. bis 11. und 16. bis 18. Juni aus Wendlers Gasthof gestohlen wurde, waren fast sämtlich Kleinteile aus Metall, die auch in einen Rucksack oder eine Reisetasche passten, so der Polizeisprecher: Bad-Armaturen, Bestecke, Messingstücke, Teile der Schankanlage. "Die Diebe kommen nicht mit den Sachen in der Hand aus dem Haus", rät Wurdak zu einer allgemeinen Aufmerksamkeit. Das Wirtshaus liegt zwar nicht abseits, ist aber vom Wald gut erreichbar.
Vergewaltigung nicht zu belegen
Unterdessen gibt es nach Worten des Polizeisprechers "keinen augenscheinlichen Zusammenhang" zwischen den Einbrüchen und einer Tschechin, die nach dem ersten Einbruch nackt im Wald gefunden wurde. Es gibt Gerüchte, wonach die Frau beim Diebstahl Schmiere stand und von ihren Mittätern vergewaltigt wurde. "Nach unseren Erkenntnissen hat es keine Vergewaltigung gegeben", so Wurdak - auch wenn die Frau auf der Terrasse des Gasthofs gesehen worden sein soll. Die Frau stand nach seinen Worten unter Einfluss von Betäubungsmitteln und hatte im Polizeigewahrsam Entzugserscheinungen. Ihre Version der Geschichte laut Polizei: Sie sei im Wald unterwegs gewesen, als sie eine Zecke nach der anderen an ihrem Körper entdeckte und sich daher nach und nach ganz auszog, um diese zu entfernen. Die Frau wurde mit Kleidern versorgt und der tschechischen Polizei übergeben.
Die Polizei prüft Zusammenhänge der Diebstähle aus Wendlers Gasthof mit weiteren Einbrüchen im Juni in Bad Elster, so in ein Haus an der Kesselstraße. "Es ist möglich, dass es die selben Täter oder Tätergruppen sind. Das bleibt bei den Kollegen im Hinterkopf. Aber bei relativ wenig Spuren ist es definitiv nicht zu sagen", erklärte Wurdak.


07:15 Uhr
seven69: Nach 3 Stunden wäre die Polizei auch noch nicht da.
Wer soll denn kommen? Es gibt doch nur naoch Stellenkürzungen.