Petra Schmidt betreut im Plauener Tierheim am Galgenberg den Nachwuchs von Hündin Maria. Acht Welpen brachte die Ausreißerin dort vor wenigen Wochen zur Welt.
Foto: Ellen Liebner
Ausreißerin landet den großen Wurf
Hündin Maria bringt im Tierheim Plauen acht Junge zur Welt - Ein Techtelmechtel in Freiheit mit Folgen
Plauen. Plauen. Hündin Maria, die im vergangenen Jahr als Ausreißerin vogtlandweit für Schlagzeilen sorgte, hat jetzt im Plauener Tierheim acht Junge zur Welt gebracht. Den Nachwuchs handelte sie sich unterwegs bei einem Techtelmechtel ein, bevor sie im Dezember 2009 wieder im Tierheim gelandet war.
Hinter der Mischlingshündin lag eine abenteuerliche Reise: Erst riss sie im vergangenen Jahr ihrem Besitzer in Eisenach aus, dann tauchte sie in Markneukirchen auf. Dort wurde sie gesehen, dann verschwand sie wieder, bis man sie mit einem Betäubungsmittel im Futter einfangen konnte. Dann fand sie im Plauener Tierheim ein neues Zuhause. Doch das schlaue Tier machte auf brav und anständig, deshalb ließ man es frei herumlaufen. Und schwups, war Maria über den Gartenzaun auf und davon.
Nun begann das Katz-und-Maus-Spiel aufs Neue. Maria wurde im Stadtgebiet von Plauen überall gesehen, trieb sich unter anderem am Bahnhof, am Media-Markt in der Elsteraue und in Oberlosa rum. "Aber immer, wenn wir dort ankamen, war sie wieder verschwunden", berichtet die ehrenamtliche Helferin Petra Schmidt. Schließlich gelang es der Plauener Berufsfeuerwehr, sie Anfang Dezember beim intensiven Flirt mit einem Yorkshire-Terrier-Rüden einzufangen.
Inzwischen sind ihre Welpen, fünf Mädchen und drei Burschen, vier Wochen alt. Sie werden im Tierheim hauptsächlich von den Ehrenamtlichen Petra Schmidt und Andreas Ebel versorgt. "Zu uns beiden hat Maria Vertrauen gefasst", so Schmidt. "Nähert sich aber ein Fremder den Jungen, wird sie böse, knurrt und bellt."
Jetzt bekommen die schwarz-weißen Winzlinge schon feste Nahrung, denn die ersten Zähne sind schon da. Nach weiteren vier Wochen können sie vermittelt werden. "Da derzeit alle Zwinger belegt sind, wäre es gut, wenn sich Tierfreunde melden würden und vielleicht auch Hundemutter Maria zu sich nähmen", hofft Petra Schmidt.


