Die Lebenshilfe Plauen baut in Reusa ein neues Wohnhaus für behinderte Menschen.
Foto: Lebenshilfe
Ein neues Wohnhaus für behinderte Menschen entsteht
Lebenshilfe errichtet Gebäude für Betreutes Wohnen in Reusa - Investitionskosten betragen rund 600.000 Euro - Neue Wärmeluftheizung
Plauen. Plauen. Die gemeinnützige Lebenshilfe GmbH Plauen baut an der Dr.-Ewald-Simon-Straße in Reusa ein neues Wohnhaus für behinderte Menschen. Am Donnerstag war Baustart für das Gebäude, in dem spätestens ab dem kommenden Frühjahr zwölf Menschen leben sollen. Die Kosten des Baus belaufen sich auf 600.000 Euro. Ein Teil davon sind Fördermittel, berichtete Dietrich Kazmierzak, Geschäftsführer des Unternehmens. In dem Haus wird Betreutes Wohnen praktiziert.
"Es entstehen zwölf Zimmer mit WC, dazu zwei Küchen und zwei große Wohnzimmer", schilderte der Plauener die Ausstattung. Außerdem ist der Einbau einer Wärmeluftheizung geplant, die einen preiswerten Betrieb verspricht. Bei dieser Heizmethode wird die Raumluft erhitzt, mit angesaugter Außenluft vermischt und über Kanäle im Gebäude verteilt.
Das Betreute Wohnen ist eine von drei Formen, in der die Behinderten der Lebenshilfe in der Stadt leben. Diejenigen, die Pflege nötig haben und nicht selbstständig sind, "leben im Heim", informiert Dietrich Kazmierzak. Dafür stehen 32 Plätze zur Verfügung. Für die betreuten Wohngruppen, von denen eine dann in Reusa zuhause sein wird, gibt es derzeit 26 Plätze. "Das sind Menschen, die für ihre täglichen Verrichtungen niemanden benötigen, also weitestgehend selbstständig sind." Schließlich existieren in der Stadt noch zwölf Plätze in Wohnungen. Dort ist die Betreuung auf ein Mindestmaß beschränkt.
"Unser Ziel ist es, bei möglichst vielen Behinderten eine Entwicklung zu erreichen zu immer weniger Betreuung", schilderte Kazmierzak. Ein Wohnheim ist am Albertplatz. Zwei Außenwohngruppen bestehen bereits an der Auen- und der Isidor-Goldberg-Straße. Das Ambulant Betreute Wohnen geschieht in Wohnungen, die über die gesamte Stadt verteilt sind. Haben die Baufirmen das begonnene Bauwerk vollendet, dann ist die Lebenshilfe mit acht Standorten in Plauen vertreten. Und ein weiterer ist zumindest nicht ausgeschlossen.
"Eine Tagesstätte für Schwerst- und mehrfach Schwerstbehinderte ist nötig", so Kazmierzak. Man arbeite gerade an einer Konzeption für eine solche Einrichtung. Man könnte die Frauen und Männer dann unter anderem besser fördern.


