Neun junge Mauersegler werden derzeit im Plauener Tierheim am Galgenberg aufgezogen. Die Vögel waren an verschiedenen Stellen in und um Plauen gefunden worden.
Foto: Ellen Liebner
Neun junge Mauersegler leben im Tierheim
Tiere vermutlich bei der großen Hitze aus Nestern gesprungen - Weitere Jungtiere werden aufgepäppelt
Plauen. Plauen. Neun junge Mauersegler sind in den vergangenen Tagen im Tierheim am Galgenberg aufgenommen worden. Tierpflegerin Franziska Behrens kümmert sich Tag und Nacht um die kleinen Piepmätze. Sie werden alle drei Stunden mit Heimchen gefüttert. Nach Dienstschluss nimmt die Tierpflegerin die kleinen Vögel im Transportkoffer mit heim, am nächsten Tag bringt sie die Schar wieder mit zur Arbeit.
"Es ist eine sehr aufwändige Arbeit für uns, für die wir auch keinen finanziellen Zuschuss, wie etwa für einen Bussard, bekommen", sagte Tierheimchefin Katrin Soellner.
"Die Vögel sind aus allen Richtungen zu uns gebracht worden", sagte am Freitag Tierheimchefin Katrin Soellner. "Privatpersonen und die Feuerwehr haben sie irgendwo aufgelesen. An der Neundorfer, der Schönherr-, der Nobel- und der Kasernenstraße in Plauen, in Jößnitz und im Freibad Haselbrunn sind sie aufgefunden worden. "Es ist möglich, dass es den kleinen Vögeln bei dieser Hitze im Nest zu warm geworden ist und sie deshalb herausgesprungen sind", so Soellner. Junge Mauersegler können vom Erdboden aus nicht losfliegen, erklärte die Fachfrau. Sie brauchen Hilfe. Deshalb sei es für sie besser, wenn sie ins Tierheim gebracht werden. "Wenn sie allerdings noch im Nest sitzen und man merkt, dass sie flügge werden, sollte man die Katzen einen Tag mal einsperren, damit die Vögel gefahrlos davonfliegen können."
Derzeit beherbergt das Tierheim am Kemmler etliche Jungtiere, die aufgepäppelt werden müssen: Elster, Eichelhäher, Taube, Schwalbe und Amseln. Zudem hat ein Falkner einen Bussard gebracht, dem die Flügelfedern nachwachsen müssen.


