Klein, aber oho. Das Vogtlandmuseum zeigt ab Donnerstag Seiffener Spielzeug. Um die Leihgaben zu bekommen, mussten die Plauener lange warten. Rund 30 Helfer, darunter Regine Böhme, bereiten seit fast einem Monat die Weihnachtsausstellung vor.
Foto: Ellen Liebner
Sechs Jahre Wartezeit für die Seiffener Spielzeug-Schau
Vogtlandmuseum öffnet die Ausstellung des Jahres
Plauen . Vergangenes Jahr war es Blechspielzeug aus Brandenburg, diesmal sind es Miniaturen aus dem Herzen der Spielzeugstadt: Nach sechs Jahren Wartezeit hat Museumsmitarbeiterin Gabriele Buchner für die Weihnachtsausstellung Leihgaben aus dem Spielzeugmuseum Seiffen bekommen. Sie war glücklich, als im vergangenen Jahr die Zusage kam: "Wir sind nicht die einzigen, die die Sachen in der Weihnachtszeit gerne ausstellen würden."
Die Weihnachtsausstellung ist traditionell der Höhepunkt des Jahres für das Vogtlandmuseum. Zu keiner anderen Jahreszeit sind die Plauener mehr an ihrem Museum interessiert als im Winter. Ohne Weihnachtsschau hätte es 2000 bis 3000 Besucher pro Jahr - mit ihr sind es etwa 10.000 mehr. Das erzeugt den Druck, so gut wie möglich zu sein.
Seit fast einem Monat baut das Museumspersonal gemeinsam mit rund 30 Ehrenamtlichen die Ausstellung auf. Die meisten davon helfen seit Jahren aus. "Ohne sie ginge es nicht", sagt Gabriele Buchner. Für die Schau steht ihr ein Budget von 12.000 Euro zur Verfügung, was knapp sei.
Zu sehen sind unter andrem rund 200 Leihgaben aus dem Seiffener Spielzeugmuseum, Leihgaben des Städtischen Museums Zwickau und Modelle aus dem Klein-Erzgebirge in Oederan - darunter zum Beispiel die Seiffener Rundkirche. Um die Kirche lassen die Pausaer Modelleisenbahner ihre Gartenbahn fahren.
In allen Räumen steht Weihnachtlicher Holzschmuck und historisches Spielzeug aus dem Erzgebirge. Dass das Museumsteam seine Ausstellung besonders als Event für Familien verkauft, zeigt auch das Eröffnungsprogramm am Donnerstagnachmittag. Dort tritt "Lebendiges Spielzeug" - eine Seiffener Trachtengruppe mit 25 Kindern, die sich als Spielzeugfiguren verkleiden. Danach werden die Kinder den Weihnachtsmarkt mit eröffnen.
Im Oberlichtsaal können Kinder nicht nur basteln, sondern auch schauen, womit Oma früher gespielt hat. Dort sind neben einer Modellbahn mehrere Puppenstuben aufgebaut. Darunter der liebliche Nachbau eines Hauses, das an der Neundorfer Straße steht. Das Puppenhaus stammt von einer Plauenerin und wurde von deren Vater und Großvater gebaut.


