Neue Sandsteinsimse für den Nordflügel der Weinholdschule: Planer Christian Hofmann (links) erläuterte am Mittwoch den Baufortschritt am Millionen-Projekt. OB Dieter Kießling, Schulleiter Wolfgang Förster sowie die Bürgermeister Bernd Suhr und Werner Albert (von links) informierten sich.
Foto: Franko Martin
Großbaustelle mit Bildungsauftrag
Ortstermin Weinholdschule: Sanierung läuft planmäßig - Schulleiter erwartet reibungslosen Unterrichtsbeginn - Dach zum Großteil erneuert
Reichenbach. Reichenbach. Dem planmäßigen Beginn des Unterrichts im neuen Schuljahr in zwei Wochen in der Reichenbacher Weinholdschule steht nichts im Wege. Das ist ein Fazit eines Ortstermin am Mittwoch auf der Großbaustelle mit OB Dieter Kießling, den Bürgermeistern Bernd Suhr und Werner Albert sowie Schulleiter Wolfgang Förster: "Es wird einen ganz normalen Schulbeginn geben", sagte Förster, der wie die Kommunalpolitiker den Ausführungen von Planer Christian Hofmann lauschte und sich erfreut über den raschen Baufortschritt am 4,5-Millionen-Projekt seit Beginn der Arbeiten Ende Juni zeigte.
Gebaut wird derzeit vorwiegend am Nord- und Westflügel der Schule, in der beim derzeitigen Baulärm kaum an Unterricht zu denken ist. "Wir werden die lärmintensiven Arbeiten bis zum Schulbeginn weitestgehend über die Bühne gebracht haben. Zum Beispiel beim Abstemmen von Putz wird es natürlich noch hin und wieder etwas lauter", stimmte Christian Hofmann auf die eine oder andere Einschränkung ein und bat um Verständnis. Gegenwärtig arbeiteten die Baufirmen quasi von Früh bis Abend, um den Zeitplan zu halten. "Allein das Dach ist schon zu mehr als zwei Dritteln erneuert", sagte der Planer.
Der Aufwand im Zuge der Sanierung und Modernisierung der Schule voraussichtlich bis Anfang 2012 ist enorm. Schwerpunkte sind etwa das Gewinnen neuer Räume zum Beispiel für den Werkunterricht im Kellergeschoss, was durch die erfolgte Herausnahme von Gewölbedecken ermöglicht wird, die Verbesserung der Wärmedämmung des Gebäudes, der teilweise Austausch von Geschossdecken, das Schließen des Innenhofes via Glasdach, die Modernisierung von Heizung, Sanitäranlagen und Elektrik, der Brandschutz sowie die Fassadenrestaurierung. Außerdem sollen Techniken zur Wärmerückgewinnung genutzt und die Akustik verbessert werden.
Gegenwärtig ersetzt die Firma Hollerung die zerbröckelten Sandsteinsimse an der Nordseite, die auch neue Fenster bekommt. In den Klassenzimmern sind Teile der mit Rot- und Braunfäule befallenen Holzbalkendecken ausgetauscht worden. Räume, die nicht unterkellert sind, erhalten eine moderne Fußbodenheizung. Ein Vorhaben, das auch für die Balkendecken erwogen worden war. Diese sollten durch Massivdecken ersetzt werden. Doch ein gesunkener Fördergeldanteil am Gesamtbudget zwang zum Abspecken. Einen Volltreffer in Sachen Wärmedämmung erzielen die Planer mit der Überdachung des Innenhofes. "Im Hof haben wir dann auch im Winter ständig Plusgrade", sagte Christian Hofmann.
Die Grundschüler bekommen von den übers Schuljahr in einer Gebäudehälfte laufenden Arbeiten nichts mit, da sie für anderthalb Jahre im Ausweichquartier Neuber-Grundschule lernen. Dort hatten sie sich bereits am letzten Schultag umgesehen. Noch am selben Tag war das Inventar der Grundschule als Startschuss für die Arbeiten an der Weinholdschule zur Neuberschule gebracht worden.


