Kurzfristig hatten die Nema-Mitarbeiter am Dienstagnachmittag ihre Betriebsversammlung vor das Werkstor verlegt. Stefan Kademann von der IG Metall (rechs) betonte, dass die Belegschaft am 11. März nicht nur für die eigenen Arbeitsplätze demonstrieren will.
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Nema-Werker rüsten sich zum Kampf
Betriebsrat und IG Metall wollen am 11. März auf dem Netzschkauer Markt demonstrieren - Trennung vom Mutterkonzern GEA anvisiert
Netzschkau. Netzschkau. Mit einer Betriebsversammlung vor dem Werkstor hat sich die Belegschaft der GEA Nema Wärmetauscher GmbH am Dienstagnachmittag auf den Kampf für den Erhalt des Standorts Netzschkau eingestimmt. Ihre Entschlossenheit wollen die derzeit 178 Beschäftigten am Donnerstag, 11. März, bei einer Kundgebung auf dem Netzschkauer Markt bekräftigen.
"Kämpft mit uns, um diese Region!" heißt es in dem Aufruf, in dem das Bild von Kommunen ohne Straßenbeleuchtung, geschlossenen Supermärkten, gestrichenen Buslinien, verwaisten Schulen und Kindergärten gezeichnet wird: All dies drohe bei weiteren Betriebsschließungen. Stefan Kademann von der IG Metall unterstrich auf der Versammlung, die Nema-Werker kämpften nicht nur für ihre eigenen Arbeitsplätze: "Der Friseur, der Bäcker, der Handwerker sind in Gefahr, wenn die letzten Industriearbeitsplätze verschwinden." Es dürfe nicht sein, dass die Nema zur nächsten Industriebrache werde.
Der Betriebsrat geht inzwischen davon aus, dass die Netzschkauer "im Konzern GEA keine Überlebenschance" hätten. Deshalb kämpfe man darum, vom Konzern "die Verkaufsfreigabe als Gesamtunternehmen zu bekommen", heißt es in einer Pressemitteilung. Man müsse davon ausgehen, dass die GEA die Nema ausschließlich zum Zweck der Marktbereinigung gekauft habe. Und es sei "anzunehmen, dass der Produktionsbereich mit seinen Maschinen noch in diesem Jahr ausgelagert beziehungsweise demontiert wird". Das Engineering könnte vorerst erhalten bleiben. Realistisch sei dies - abgekoppelt von jeglicher Produktion in unmittelbarer Nähe - höchstens für ein Jahr. Solche Pläne könnten also nur dazu dienen, die Belegschaft zu spalten.
Bekräftigt wird in der Erklärung des Betriebsrates: "Nema Netzschkau - das ist seit Jahrzehnten ein Markenname von Weltruf. Um diesen Markennamen und um die Chance, weiter arbeiten zu dürfen, müssen und werden wir kämpfen." Kademann betonte, man wolle 2014 das 125-jährige Bestehen der Nema in einem Unternehmen feiern, in dem noch gearbeitet werde. Noch sei nichts verloren: "Wir brauchen am 11. März ein eindrucksvolles Bild von Menschen, die kämpfen - das muss sitzen", forderte der IG-Metall-Bevollmächtigte.


