Reichenbach setzt auf Parklandschaften
Nachfolger des Landesgartenschau-Fördervereins für "Sachsens grüne Mitte" geplant - Kontakte zu Technischer Universität Dresden geknüpft
Reichenbach. Reichenbach. Reichenbach, eine Stadt der Parklandschaften - das schöpferische Potenzial, das im Zuge der sächsischen Landesgartenschau im vorigen Jahr aufgehäuft wurde, soll nicht nutzlos verpuffen: Der Förderverein der Landesgartenschau, seit Ende der Gartenschau ohne Vereinszweck, könnte einen Nachfolger erhalten, der sich künftig um die Parks in der einst grauen Industriestadt kümmert. Die Neugründung eines Fördervereins verleihe der Erhaltung und Pflege dieser grünen Oasen Impulse, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung.
Immerhin verfüge Reichenbach über bemerkenswerte Parkanlagen: Landesgartenschaugelände, Stadtpark, Park des Friedens, Trinitatispark, versicherte Peter Tillack, Mitglied im Vorstand des Landesgartenschau-Vereins. Besonders gedacht sei bei der künftigen Vereinstätigkeit an den Stadtpark, der in diesem Jahre 120 Jahre alt wird. "Nicht jede Stadt der Größe von Reichenbach hat eine solche Anzahl von Parks", argumentiert Tillack.
Unter dem Slogan "Sachsens grüne Mitte" warb Reichenbach in Vorbereitung und während der Landesgartenschau. Nun gebe es Überlegungen, ob denn nicht für interessierte Bürger eine Möglichkeit geschaffen werden könne, im Sinne der Verschönerung der Stadt weiterhin wirksam zu sein. Zu den Aufgaben eines solchen Vereins könnten die Werbung um Fördergeld, die Unterstützung der Stadtverwaltung bei der allgemeinen Parkpflege und die Mitwirkung bei der Erarbeitung eines denkmalpflegerischen Sanierungskonzeptes für den Stadtpark zählen.
Wie es weiter in der Pressemitteilung heißt, wurden bereits Kontakte zur Technischen Universität Dresden hergestellt, um eine wissenschaftlich untermauerte Unterstützung speziell bei der Sanierung des Stadtparks zu erhalten. Der in der Elbestadt bestehende Lehrstuhl für Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege hat seine Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. Das könne im Rahmen studentischer Projekte bei der zukünftigen Gestaltung des Stadtparks geschehen.
In einem Gespräch zwischen dem Vorstand des Fördervereins Sächsische Landesgartenschau Reichenbach und Oberbürgermeister, Dieter Kießling (CDU) sagte dieser die Unterstützung seitens der Kommune zu. Anlässlich der Mitgliederversammlung des Landesgartenschau-Fördervereins am Dienstag, 23. März, ist vorgesehen, das Konzept des möglichen neuen Vereins, der als Förderverein Parkanlagen der Stadt Reichenbach in die Annalen der Stadt in Sachsens grüner Mitte eingehen könnte, vorzustellen. Bei Bereitschaft von Bürgern - laut Vereinsrecht müssen es mindestens sieben an der Zahl sein -, stünde der Gründung des neuen Vereins am selben Abend nichts im Wege. (khku)
Service
Kontakt: An einer Mitarbeit im neuen Verein Interessierte können sich an Peter Tillack wenden. Er ist erreichbar per Telefon unter 03765 668173 und per Internet unter petertillack@online.de


