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Wolfgang Lochmann will, dass die S-Bahn am Plauener Bahnhof hält. Die andere vogtländische Haltestelle wäre Reichenbach.

Foto: Ellen Liebner/Archiv Bild 1 / 2

Spitzengespräch soll S-Bahn für Reichenbach retten

Gibt es noch eine Chance für eine Direktverbindung zwischen dem Vogtland und Leipzig? Morgen könnte die Entscheidung fallen.

Von Gunter Niehus
erschienen am 20.03.2017

Reichenbach/Plauen. Darauf hat Wolfgang Lochmann lange gewartet: Morgen wird er mit dem Landrat, dem Plauener Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneten aus dem Vogtland, Vertretern des Öffentlichen Personennahverkehrs und weiteren Entscheidungsträgern darüber sprechen, ob die Städte Reichenbach und Plauen an das Mitteldeutsche S-Bahnnetz angeschlossen werden können.

Seit 2015 kämpft der Plauener für dieses Ziel. Er hat einige Erfolge erzielen können. Sogar der Landtag stellte sich im Juli 2016 hinter sein Anliegen und gab Lochmanns Petition statt, in der ein Anschluss des Vogtlands an die Leipziger S-Bahn gefordert wird. Konkrete Auswirkungen hatte dies freilich nicht. Denn die Staatsregierung ist an dieses Votum des Landtags nicht gebunden. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) - zu seinem Ressort gehört unter anderem Verkehr - erklärt sich bei diesem Thema schlicht für nicht zuständig. "Für die Anbindung der Stadt Plauen an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz liegt die Zuständigkeit beim Zweckverband ÖPNV Vogtland", schrieb der Minister seinerzeit. Dort erklärte man, kein Geld für die umsteigefreie Direktverbindung zwischen Vogtland und Messestadt zu haben. Damit stand die S-Bahn erst einmal auf dem Abstellgleis. Daran änderten auch die über 3000 Unterstützungsunterschriften nichts, die Lochmann gesammelt hat.

Das morgige Spitzengespräch könnte die Wende bringen. Viel wird dabei von der Position des Landrats abhängen. Immerhin hat Rolf Keil (CDU) bei der Verkehrspolitik des Kreises ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Die "Freie Presse" hat im Landratsamt angefragt, ob er für oder gegen Lochmanns Projekt ist. Eine Antwort blieb das Amt bis gestern schuldig. Keils Unterstützung wäre umso wichtiger, weil ein anderer einflussreicher Kommunalpolitiker Lochmann die kalte Schulter gezeigt hat: Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) hält den S-Bahn-Anschluss schlicht für zu teuer.

In dieselbe Kerbe haut sein Reichenbacher Amtskollege Raphael Kürzinger (CDU). "Bei diesem Projekt schlagen zwei Herzen in meiner Brust", gesteht er. Natürlich wäre es auch für die Reichenbacher toll, wenn sie ohne umzusteigen bis Leipzig durchfahren könnten, so der Rathauschef. Andererseits seien die Mittel für den Öffentlichen Nahverkehr begrenzt. Da müsse man Prioritäten setzen. Kürzinger: "Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem S-Bahn-Anschluss und mehr Busverbindungen im Raum Reichenbach, dann würde ich mich für die Busse entscheiden."

 
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