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Sieht aus wie ein Tierfriedhof, doch wird im Amt nicht als solcher geführt: Uwe Klapper am Grab des Hundes Schnuffti im Tierfriedhof Reichenbach.

Foto: Franko MartinBild 1 / 2

Wenn Schnuffti stirbt: Experte gibt Tipps zur Tierbestattung

Nicht jeder Tierfriedhof ist im Vogtland-Veterinäramt registriert. Kleintiere dürfen auch auf privaten Flächen bestattet werden.

Von Ulrich Riedel
erschienen am 19.05.2017

Reichenbach. Die Suche nach einem Tierfriedhof ist im Vogtlandkreis alles andere als einfach. Wer Hund, Katze, Wellensittich oder Meerschweinchen auf einer ansprechenden Anlage würdig bestatten will, findet kaum Angebote. Die Veterinärbehörde des Vogtlandkreises ist dabei auch wenig hilfreich. Bei mehrfachen Anfragen zeigte sich: Das Amt kennt nicht alle Angebote für Tierbestattungen.

Wer sich gut auskennt und Tipps geben kann, ist der Reichenbacher Helmut Schröder, Sachsens Landesgruppenvorsitzender im Internationalen Rasse- und Gebrauchshundeverband. Der Hundefachmann lobt den von Holzhändler Uwe Klapper betriebenen privaten Tierfriedhof in Reichenbach. "Das sieht 1 A aus dort", ordnet Helmut Schröder die gepflegte Anlage ein. Ebenso empfiehlt er Andrea Schönherrs Tierfriedhof in Kleingera. Mehr private Angebote gibt's nicht mehr im Vogtlandkreis, seit Maik Willner seinen Kleintierfriedhof zwischen Theuma und Bergen geschlossen hat.

Doch Hundefreund Helmut Schröder hat einen Ratschlag für diejenigen, deren geliebte Tiere sterben: Wer ein eigenes Grundstück hat, kann dort seine Kleintiere begraben. Ausnahme: Wer im Wassereinzugsgebiet lebt, darf dort keine Tiere bestatten.

Amtstierärztin Anne Mütschard bestätigt diese rechtliche Möglichkeit. Dabei sei zu beachten, dass Kleintiere mindestens 50 Zentimeter tief zu begraben sind. Dazu darf nur eine verrottbare Hülle verwendet werden, Papier oder abbaubare Textilien beispielsweise, nicht aber Holz oder gar Kunststoff.

Das Veterinäramt hatte Ende April auf Anfrage der "Freien Presse" erklärt, es gebe neben zwei privaten Tierfriedhöfen auch zwei in Regie der Tierschutzvereine in Plauen und in Krebes. Helmut Schröder meldete sich daraufhin mit dem Hinweis, dass auch der Tierschutzverein Reichenbach in Limbach einen Tierfriedhof betreibt. Davon wiederum erlangte das Veterinäramt erst durch Anfrage der "Freien Presse" Kenntnis. 2002 habe es eine Anfrage zur Errichtung eines Tierfriedhofes in Limbach gegeben, "dieser wurde aber nie errichtet, nachdem die Zulassungsbedingungen erläutert worden sind", sagt Amtstierärztin Anne Mütschard. "Derzeit werden auf dem eingefriedeten Gelände des Tierheimes Limbach ausschließlich verstorbene Hunde des Tierschutzvereines begraben." Damit handelt es sich der Definition nach auch nicht um einen Tierfriedhof.

Gleiches gilt nach Ansicht der Behörde auch für die private Begräbnisstätte in Reichenbach. Uwe Klappers Tierfriedhof ist eingefriedet und abgeschlossen, er gilt für die Behörde nicht als Tierfriedhof. Für öffentliche Anlagen "ist es Pflicht des Betreibers, einen Antrag auf Zulassung zu stellen", heißt es dazu aus dem Veterinäramt.

 
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