Fahndung nach Maskenmännern hinterlässt Spuren
Nachbarin verärgert: Gartentor steht offen, Zaunslatten eingetreten - Revierleiter entschuldigt sich - Für Schadensregulierung Anzeige nötig
Meerane. Meerane. Die Flucht und Fahndung nach den beiden Maskenmännern, die am Mittwochnachmittag des 3. Februar eine Rentnerin in ihrem Haus in Meerane überfallen hatten, haben Spuren hinterlassen: Zerstörungen auf dem benachbarten Gartengrundstück.
Bei der Verfolgung führte der Fährtenhund die Beamten durch das Gelände der Nachbarin. Das gehört Inge Geß. Die aber erfuhr davon erst am Nachmittag des darauffolgenden Tages - nicht von der Polizei, sondern von den Nachbarn.
"Das Gartentor stand offen, es gab jede Menge Fußspuren, Zaunslatten waren eingetreten", schilderte die Lehrerin die Situation, die sie vorfand, als sie sich umgehend in ihren Garten aufmachte. Sie ärgert sich, dass sie von der Polizei nicht informiert wurde. Und als sie im Glauchauer Revier Anzeige erstatten wollte, sei sie abgefertigt worden. Dabei wusste sie gar nicht, wer den Zaun kaputt gemacht hat, wer das Gartentor geöffnet und offen stehen gelassen hatte.
Polizeisprecherin Heidi Hennig zufolge ist das unglücklich verlaufen. Mittlerweile habe sich der Revierleiter für die abweisende Antwort entschuldigt. Was zuvor passiert war, wer wen hätte noch einmal kontaktieren sollen, da gehen die Meinungen auseinander.
"Im Rahmen eines solchen Einsatzes werden Schäden von uns selbst dokumentiert", erklärte Heidi Hennig. Dennoch sei es später nötig, dass der Betroffene wegen der Schadensregulierung Anzeige erstattet. Auch habe die Polizei durchaus die Pflicht, den Eigentümer zeitnah zu informieren, dass der Einsatz durch sein Grundstück führte. Die Betonung liege jedoch auf zeitnah, so die Polizeisprecherin. Da kein Schild am Tor stand, war nicht offensichtlich, wem das Grundstück gehört. Inge Geß: "Meine Nachbarn wissen das genau."


