Die Hirschgrundbrücke am Glauchauer Schloss ist notdürftig vor dem Einsturz gesichert. Wenn das Schloss aber bei der Landesgartenschau eine Rolle spielen soll, muss die Brücke intakt sein.
Foto: Wiegand Sturm
Gartenschau soll Schub geben
Arbeitsgruppe nimmt am Freitag Tätigkeit auf - Grundsatzbeschluss dieses Jahr erwartet
Glauchau. Glauchau. Landesgartenschau und Glauchau? Wie das zusammenpasst, soll eine Arbeitsgruppe klären, die sich am Freitag zum ersten Mal trifft. Ziel ist es, dem Stadtrat bis Herbst eine Entscheidungsgrundlage vorzulegen, um noch in diesem Jahr einen Beschluss herbeizuführen, ob sich die Stadt Glauchau für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2018 bewerben soll.
Das Besondere an der Arbeitsgruppe ist, dass sie ausschließlich aus Stadträten besteht. Koordinator Andreas Salzwedel, Fraktionsvorsitzender der Linken, ist nach eigenen Worten von Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) gebeten worden, eine solche Gruppe zu bilden. Die Landesgartenschau sei eine strategische Ausrichtung der Stadt auf die nächsten Jahre und soll der Stadt einen Schub geben. Vorbereitung, Durchführung und Nachnutzung seien die wichtigen Bestandteile. Bis Herbst müsse unter anderem geklärt sein, welche infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Seine Schlagworte: neue B 175, Bahnanbindung, Abbruch von Industriebrachen. Wichtig sei auch festzulegen, in welchen städtischen Bereichen Anlagen der Landesgartenschau entstehen sollen. Wenn zum Beispiel das Schloss eine zentrale Rolle spielen soll, müssen die Zufahrtsbrücken in Ordnung sein. So gebe es noch viele weitere Fragen.
Auch wenn das Gremium aus Stadträten besteht, die Verwaltung wird zu bestimmten Themen an den Tisch geholt. Neben Salzwedel sind für die SPD Helga Scheurer, die CDU Ulrich Schleife und die FDP Uwe Wanitschka im Boot. Von den Freien Wählern ist niemand dabei. Deren Fraktionsvorsitzender Andreas Weber hat nach eigenen Worten kein Problem damit. Salzwedel antwortet auf die Frage, warum die Freien Wähler fehlen: "Die fachliche Chemie zwischen den Mitgliedern muss stimmen." Helga Scheurer bringe viel Erfahrung aus der Stadtgeschichte mit, Ulrich Schleife sei Vorsitzender des Stauseevereins und Uwe Wanitschka bringe als Landschaftsplaner ebenfalls Erfahrung in das Gremium ein.


