Ortsvorsteher fordert Varianten für Neubau
Wernsdorfer nehmen Brückensperrung nicht hin - Organisatoren des Herbstlaufes müssen nach Alternativen suchen
Glauchau. Glauchau. Die Nachricht von der sofortigen Sperrung der Muldenbrücke im Ortsteil Wernsdorf hat teils heftige Reaktionen ausgelöst. Ortsvorsteher Andreas Winkler (CDU) sieht die verantwortlichen Gremien und Personen weiter in der Pflicht. Nach der Untersuchung des Gutachters Ende 2009 hat Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) die sofortige Sperrung der Brücke für jedermann angekündigt.
"Wir sollten das als Chance sehen", sagt Winkler und erinnert an die Unterschriftensammlung der Wernsdorfer für den Erhalt beziehungsweise den Neubau der Brücke. Um die Dörfer Schlunzig und Niederschindmaas zu erreichen, sei ein Neubau nun unumgänglich. Ein erster Schritt dazu sei eine Machbarkeitsstudie noch in diesem Jahr, in der mehrere Varianten aufgezeigt werden - "von Luxus über Premium bis Standard", formuliert es Winkler.
Schließlich seien "brauchbare Aussagen zu den konkreten Kosten" notwendig. Ob es am Ende eine Fußgänger- und Radfahrerüberführung wird oder eine Brücke, die auch von Autos genutzt werden kann, müssten die Varianten der Studie aufzeigen. "Anschließend sollten die betroffenen Orte, Behörden und Körperschaften gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, das Vorhaben voranzubringen", regt der Ortsvorsteher an. Eine Spendeninitiative sei durchaus denkbar, "wenn klar ist, was gebaut werden soll und wie teuer es wird". Diese Transparenz sei notwendig.
Die Sperrung der Brücke stellt auch die Organisatoren des Glauchauer Herbstlaufes von der TSG Glauchau vor ein Problem. Denn die langen Strecken der größten Glauchauer Sportveranstaltung führen über die Brücke. In den nächsten Tagen planen Stadt und TSG-Verantwortliche ein Gespräch. Dabei will die Kommune die Alternativen für die gesperrte Brücke vorstellen. "Wir mussten aus Sicherheitsgründen schnell handeln und die Sperrung vornehmen. Details zu den Auswirkungen auf Tourismus und Sport wollen wir in den nächsten Tagen diskutieren", sagt Glauchaus Rathaussprecherin Bettina Seidel.
Die TSG, die im vergangenen Jahr mehr als 1500 Teilnehmer zum Herbstlauf begrüßen konnte, geht zuversichtlich auf Lösungssuche. TSG-Sprecher Rico Seltmann sagt, bisher habe der Verein alle Informationen zur Sperrung nur aus der "Freien Presse" erfahren. Fest steht: Bei einer Änderung der Laufstrecke müssten die TSG-Mitglieder eine Neuvermessung der Route vornehmen lassen. Der Herbstlauf findet in diesem Jahr am 31. Oktober statt.


