Stadt erleidet Rückschlag
Sanierungsvorhaben in Grundschulen geraten ins Stocken - Förderanträge abgelehnt
Glauchau. Glauchau. Rückschlag für den Bildungsstandort Glauchau. Der Fördermittelantrag für die Sanierung der Sachsenalleegrundschule ist abgelehnt worden. Das bestätigt Rathaussprecherin Bettina Seidel. Zumindest für das Haushaltsjahr 2010 gibt es keine Fördermittel. Gleiches trifft auch auf den Antrag zu, den die Stadt gestellt hat, um die Sanierungsarbeiten in der Rosariumgrundschule fortzusetzen.
Damit gerät der Ausbau des Schulnetzes in Glauchau ins Stocken. "Die Stadt wird die Anträge für das Jahr 2011 aufrechterhalten", so Seidel. Die Gesamtkosten der Sanierung in der Rosariumschule liegen bei 950.000 Euro, die der Sachsenalleegrundschule bei 4,4 Millionen Euro. In einem ersten Schritt sollten das 30 Jahre alte Schulgebäude in der Sachsenallee trocken gelegt sowie Fenster und Dach erneuert werden. Ohne Fördermittel vom Freistaat Sachsen könnte laut Seidel weder die eine noch die andere Schule saniert werden.
Doch das Förderprogramm, das der Freistaat neben dem Konjunkturpaket II für den Schulhausbau aufgelegt hatte, ist mittlerweile 13-fach überzeichnet. Von den bislang etwa 400 eingereichten Anträgen auf eine 80-prozentige Förderung von Schulsanierungen sind nach Angaben des Kultusministeriums 320 abgelehnt worden. Nicht einmal zehn Prozent der Anträge könnten laut Ministerium positiv beschieden werden. So sind die beiden Vorhaben der Stadt Glauchau durch das Raster gefallen, obwohl der dauerhafte Bestand der beiden Schulen gesichert scheint. Denn der Stadtrat hatte deswegen der gleitenden Auflösung der Erich-Weinert-Grundschule ab 2012 zugestimmt.
Während die Sanierungspläne für die Schulen ins Straucheln geraten sind, bleiben die Sanierung der Turnhalle am Rosarium und der Neubau der Turnhalle Niederlungwitz unangetastet. Für beide Vorhaben liegen die Förderbescheide vor.


