Stadt prüft alle Straßen auf Schäden
Reparaturliste soll Klarheit über das Ausmaß bringen
Glauchau. Glauchau. Es gibt im Stadtgebiet kaum noch eine Straße, auf der der Winter nicht seine Schäden hinterlassen hat. Auch an den Stellen, wo keine Warnschilder aufgestellt sind, ist für die Autofahrer Vorsicht geboten. Selbst auf der vor einigen Jahren sanierten Brüderstraße warnen Schilder vor möglicher Gefahr, die jüngste Verformungen des Straßenpflasters an der Zufahrt zum Markt hervorrufen können.
Um einen Überblick zu bekommen, hat der Stadtrat auf Antrag der Fraktion der Linken die Verwaltung beauftragt, sämtliche Winterschäden zu erfassen. Dabei sollen aber nicht nur die Löcher gezählt und vermessen werden. Vielmehr besteht der Auftrag aus drei Teilen. Erstens sollen die Winterschäden auf allen Straßen, Wegen und Brücken aufgenommen werden. Anschließend sind sie nach Umfang, den möglichen Auswirkungen auf die Verkehrsführung in der Stadt und den Straßenbaulastträgern zu erfassen.
Und drittens schließlich soll die Stadtverwaltung eine Reparaturliste erstellen, in der die notwendigen Maßnahmen nach Instandsetzung und eventuellem Ausbau erfasst sind. Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat, Andreas Salzwedel, sagt: "Wir gehen davon aus, dass wir für die Beseitigung der Winterschäden in diesem Jahr viel mehr Geld und Zeit brauchen als in den Jahren zuvor."
Deshalb sei eine Prioritätenliste unabdingbar. Außerdem sollen mit der Bestandsaufnahme der Straßen andere Baulastträger in die Pflicht genommen werden können, wenn es um die Reparatur geht. Bereits jetzt werde deutlich, dass die Winterschäden zu Verkehrseinschränkungen führen können beziehungsweise die Straßen und Wege nur noch bedingt nutzbar sind. Als Beispiele nennt Salzwedel die Wehrstraße, die Paul-Geipel-Straße und die Schlossbrücke.
Da das Ausmaß der Schäden momentan unbekannt ist, könne man auch die finanziellen Auswirkungen nicht beziffern. Notfalls müsse in einem Nachtragshaushalt Geld zu Gunsten der Reparaturen umgeschichtet werden.


