Stadt verteilt weniger Knöllchen

In Waldenburg sinken Einnahmen der Politessen - Meerane bleibt fast konstant

Waldenburg. Waldenburg. Die Töpferstadt verteilt weniger Knöllchen. Im vergangenen Jahr hat Waldenburg gerade mal 4283,63 Euro von Falschparkern abkassiert. Zum Vergleich: In den Vorjahren hatte die Stadtverwaltung jeweils durchschnittlich rund 8000 Euro an Verwarngeldern auf der Einnahmeseite verbuchen können - fast das Doppelte im Vergleich zu 2009.

Grund für den Rückgang: Bürgermeister Bernd Pohlers (Freie Wähler) hat die Aufgaben im Ordnungsamt umverteilt: "Dadurch ist jetzt weniger Zeit für die Mitarbeiter, um auf Kontrollgang zu gehen - und gleichzeitig sinken somit natürlich die Einnahmen", erklärt Hauptamtsleiterin Marion Schröter. Den Großteil an "Sünden" der Autofahrer machen in Waldenburg dabei vergessene Parkscheine oder nicht in den Wagen gelegte Parkuhren aus.

Nahezu identisch sind die Einnahmen aus den Verwarngeldern dagegen in der Stadtverwaltung in Meerane. Das Ordnungsamt hat im vergangenen Jahr rund 13.700 Euro eingenommen. Das sind gerade einmal 120 Euro weniger als im Jahr 2008. "Räumliche Schwerpunkte für die Verstöße können wir nicht feststellen", teilt Pressereferentin Heike Hönsch mit. Die Unsitte, seinen Wagen auf dem Gehweg zu parken, bleibt dabei in Meerane das Hauptproblem. 476 Autofahrer müssen deshalb ein Verwarngeld an die Stadtverwaltung zahlen. Zudem strafte Meerane 148-mal das Abstellen von Lastern auf dem Gehweg sowie 96-mal Autos, die unerlaubt auf einem Behindertenparkplatz standen, ab.

Auch in Glauchau geht weniger Geld von Falschparkern auf dem Konto der Stadtverwaltung ein. Im vergangenen Jahr waren es 43.170Euro. Dagegen hatte die Muldestadt 2008 noch 3300 Euro mehr von den Falschparkern abkassiert. Auffallend ist, dass es trotz der neuen Parkregelung in der Innenstadt keine Mehreinnahmen gibt. Die Stellplätze an der Paul-Geipel-Straße, der Schlossstraße und der Leipziger Straße können kostenlos genutzt werden.

Die Autofahrer müssen lediglich darauf achten, dass sie stets eine Parkscheibe einlegen. Vergessen sie das, drohen Knöllchen. Ein Blick auf die Einnahmen anderer Kommunen des Landkreises im vergangenen Jahr: Crimmitschau hat 23.900 Euro kassiert, Lichtenstein von Falschparkern knapp 13.000 Euro und Hohenstein-Ernstthal rund 17.800 Euro.

 
erschienen am 01.03.2010 ( Von Holger Frenzel )
 
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