Am Dienstagnachmittag ernteten Mähdrescher der Agrarproduktion Dennheritz dieses Feld an der B 175 am Dorfrand von Niederschindmaas ab.
Foto: Wiegand Sturm
Trotz Hitze: Kälte vermiest Ernte
In Dennheritzer Agrarproduktion kommt zurzeit Wintergerste vom Feld - Kühles Frühjahr sorgt für geringe Erträge
Dennheritz. Dennheritz. Die Getreideernte läuft in der Region auf vollen Touren. Mähdrescher der Dennheritzer Agrarproduktion sind am Dienstag auf einem Feld am Dorfrand von Niederschindmaas gerollt. Dort wurde Wintergerste gedroschen.
"Es gibt dieses Jahr keine berauschenden Erträge bei dieser Getreideart", schätzt der Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes, Joachim Ranft, ein. Das sei vor allem dem kalten und feuchten Frühjahr geschuldet. Angebaut hat das Unternehmen auf 360 Hektar Wintergerste für den Eigenbedarf. Sie wird als Futtermittel in der Tierhaltung eingesetzt.
Nach der Wintergerste geht es in den Raps. Der ist bei den Dennheritzern auf etwa 400 Hektar herangewachsen. "Auch bei dieser Frucht sind keine tollen Erträge zu erwarten", weiß der Geschäftsführer. Nachdem man voriges Jahr mit 50 Dezitonnen pro Hektar eine gute Ernte eingefahren hatte, rechne man diesmal mit einer unterdurchschnittlichen. "Es werden wahrscheinlich nicht mal 40Dezitonnen pro Hektar sein", so die Prognose des Landwirtes. Das Erntegut gehe an die Ölindustrie.
Beim Weizen, der bei den Dennheritzer Bauern auf knapp 400 Hektar heranwächst, erwarten sie ebenfalls keine guten Erträge. Der Eiweißgehalt sei zurzeit auch noch nicht absehbar. Den Großteil dieser Ernte verkauft der Betrieb. Der andere wird als Futter in der Tierproduktion der eigenen Firma eingesetzt.
Insgesamt werden im Landkreis Zwickau auf 11.000 Hektar Sommer- und Winterweizen, auf 5500 Hektar Winter- und auf 2500 Hektar Sommergerste, auf 800 Hektar Winterroggen, auf 1200 Hektar Vermehrungsgräser und auf 8000 Hektar Raps angebaut.


