Waffensammlung kehrt zurück
Umbau der ehemaligen Post zum Stadtarchiv macht es möglich
Meerane. Meerane. Zwei bis drei Jahre werden noch vergehen, bis aus dem ungenutzten Postgebäude das Stadtarchiv geworden ist, schätzt Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos). Dann wird nach 32 Jahren wieder eine Rarität nach Meerane zurückkehren: die historische Waffensammlung.
Zurzeit werden die Hieb- und Stichwaffen, Schussgeräte wie Steinschloss- oder Perkussionsgewehre, sowie Schusswaffen, dazu gehören unter anderem Zündnadelgewehre, im Museum des Schlosses Hinterglauchau sicher aufbewahrt. Sie stammen aus der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts, so der Direktor des Museums, Steffen Winkler. Seit Juni 1978 wird die Sammlung dort gelagert. "Das hat nichts mit Querelen zwischen Glauchau und Meerane zu tun, sondern war ganz einfach eine den Gesetzen entsprechende und von Meerane so gewünschte Hilfeleistung unter Museen", betont der Direktor ausdrücklich. Wenn in Meerane die Voraussetzungen für eine Aufbewahrung vorhanden sind, werde die Sammlung zurückgegeben.
Bisher waren die Bedingungen im Heimatmuseum nicht gegeben. Bauarbeiten im alten Rathaus, zu DDR-Zeiten keine personelle Besetzung des Museums über einen längeren Zeitraum und fehlende Unterbringungsmöglichkeiten entsprechend den Vorschriften des Waffengesetzes, beispielsweise in das Mauerwerk eingelassene Waffenschränke, nennt der Leiter des Meeraner Museums, Andreas Kuhn, als Gründe für die Auslagerung. Weiterhin müsse bei einer derartigen Sammlung ein Mitarbeiter des Museums oder der Verwaltung den Waffenschein besitzen, auch das war nicht der Fall.
Die Schussgeräte und -waffen sind nicht mehr funktionsfähig. Sie unbrauchbar zu machen, sei eine Forderung der DDR-Behörden gewesen, erklärt Steffen Winkler. Im Übrigen habe sein Museum die Meeraner Sammlung nie gezeigt, sondern stets für den Tag der Rückgabe aufbewahrt. Der rückt nun mit dem Umbau der früheren Post in Meerane langsam aber sicher in greifbare Nähe.


