Flachkabel ähneln Klebestreifen
Haufe GmbH produziert im Firmenverbund mit Loweko-Cable - Produkte sind hochflexibel und bis zu 64-polig
Hohenstein-Ernstthal. Hohenstein-Ernstthal. Was dünn wie Klebestreifen aussieht, ist gespickt mit Kabeln: Sechs- bis 64-polig können sie bei der Haufe GmbH angefordert werden, die im Firmenverbund mit dem Kabelkonfektionierer Loweko-Cable GmbH im Gewerbegebiet Am Sachsenring II produziert. Hauchdünne Kupferfolien gratfrei schneiden und zu Flachkabeln zu verarbeiten, darauf haben sich die derzeit 20 Mitarbeiter dort spezialisiert. Loweko-Cable sorgt dann für die ausgeklügelten Steckverbindungen, speziell zugeschnitten für die Kunden.
Als Erster hat Ludwig Haufe, Inhaber und Geschäftsführer beider Firmen, im Jahr 2002 sein Firmenschiff in dem neuen Gewerbegebiet geankert, das sich zu einem Aushängeschild der Stadt entwickelte. Entstanden ist eine Produktionsfläche von 2000 Quadratmetern. Haufe fuhr zunächst die Produktion "auf kleiner Flamme, weil sich die Automobilindustrie umorientiert hatte". Aus der geplanten groß angelegten Fertigung von Flachleitern sei nichts geworden, ursprüngliche Pläne des Unternehmers gingen somit nicht auf. Also suchte sich Haufe ebenfalls eine neue Richtung und ist sicher, diese gefunden zu haben. "Wir haben eine Technologie entwickelt, die führend in Europa ist", sagt er und sieht die Stärke bei Haufe-Loweko-Cable im hohen Anspruch an die Qualität und das Reagieren auf Kundenwünsche bei der Produktion hochflexibler Flachkabel. "Spitzenleistungen und Innovationen für den europäischen Markt sowie Nord-Amerika und Fern-Ost", lautet das Firmenversprechen. "Das hat niemand angenommen, dass wir dieses Ziel erreichen", sagt der Unternehmer mit Wurzeln in Grüna. Dort hatte bereits sein Großvater Guido Hahn von sich reden gemacht. "1919 entstand die Guido Hahn KG, die Weltspitzenerzeugnisse an Textilprüfgeräten herstellte", ist in der Chronik Grünas zu lesen.
8500 verschiedene Artikel werden in Haufes Unternehmen, die nicht weniger als 500 Kunden betreuen, verwaltet. Der Megalift, es handelt sich um ein computergesteuertes Hochregallager, beinhaltet 50 Träger mit einer Fläche von je zwei Quadratmetern. Die Kapazität kann bis auf 163 dieser Träger erweitert werden. Die Teile, die darin gelagert sind, lassen sich mithilfe eines Computers über die Artikelbezeichnung oder eine Nummer abrufen. Die konfektionierten Kabel werden zudem mit den wichtigsten Daten bedruckt, was nicht nur beim Einsatz in medizinischen Geräten wichtig ist. Und jedes Teil, das Hohenstein-Ernstthal verlässt, werde vorher genauestens geprüft, versichert der Geschäftsführer.