2007 hatte sich erstmals auch ein Orchester aus China an der Saxoniade beteiligt. Im vergangenen Jahr wollten die Asiaten wiederkommen, haben dann aber kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt.
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Musikfreunde ziehen Handbremse
11. Auflage der Saxoniade im nächsten Jahr soll Akteuren und Veranstaltern weniger Stress bereiten
Hohenstein-Ernstthal/Zwickau.
Hohenstein-Ernstthal/Zwickau. Es wäre eigentlich ein Grund zum Feiern: Das internationale Blasmusikfestival Saxoniade kann im kommenden Jahr auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Doch das 2011er-Programm wird diesem Anlass möglicherweise nicht gerecht.
Zumindest glaubt Rudi Stößel, der vor wenigen Tagen den Vereinsvorsitz von Saxoniade-Gründer Gerhard Puhlfürst übernommen hat, dass wohl kleinere Brötchen gebacken werden müssen. Das liegt nicht nur am Geld - sondern auch am Aufwand, den die Vorbereitung der Saxoniade für den Verein bedeutet. "Das ist kaum noch zu stemmen", sagt Stößel.
War die Saxoniade ursprünglich ein Blasmusikfest im Kreis Chemnitzer Land, so ist sie mit der Verwaltungsreform 2009 auf den gesamten Kreis Zwickau ausgeweitet worden. Um das auch nach außen zu dokumentieren, hatten sich die Organisatoren entschlossen, statt der gewohnten Musikparade auf dem Hohenstein-Ernstthaler Altmarkt eine zweite in der Kreisstadt Zwickau auszurichten. Die könnte einmalig bleiben, befürchtet Stößel. Er könne sich höchstens vorstellen, dass statt einer großen Parade 2011 zwei kleinere stattfinden, auf denen sich dann jeweils nur die Hälfte der teilnehmenden Orchester beteiligt. Die Entscheidung stehe aus.
Auch gefällt dem Vereinsvorsitzenden nicht, dass die meist jungen Musiker aus den Orchestern kaum Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen haben. "Sie haben entweder Auftritte oder werden durch den gesamten Landkreis gekarrt. Da bleibt kaum Zeit für ein bisschen Spaß außer der Reihe", sagt Stößel.
Diesem Problem wolle sich der Verein stellen und Möglichkeiten schaffen, dass sich die musizierenden jungen Leute auch mal außerhalb von Konzerten begegnen und miteinander feiern können. Nicht zuletzt aber müsse man sich etwas einfallen lassen, um mit der Saxoniade Geld einzuspielen. Bisher trage sich das Festival zwar, aber für den Verein bleibe nichts übrig.
Parallel zur Vorbereitung auf die im nächsten Jahr stattfindende Saxoniade organisiert der Hohenstein-Ernstthaler Verein zwei andere, inzwischen in der Region traditionelle Veranstaltungen. Zum einen ist das der im nächsten Monat stattfindende Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb. Daran werden sich 61 Gitarristen, 23 Mandolinisten und 13 Zitherspieler im Alter von 7 bis 21 Jahren beteiligen. Außerdem findet im Mai erneut das internationale Swingfestival Swingin' Saxonia statt. Dort werden 6 Combos und 9 Bigbands aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Polen sowie aus Lettland erwartet.