Julia Mehner Julia Mehner aus Rödlitz will am Samstag in Oberwiesenthal einen Sieg einfahren.

Foto: Andreas Kretschel

Sachsens Ski-Ass will am Samstag siegen

Rödlitzerin in Oberwiesenthal vor wichtigem Rennen - 10-Jährige führt Wertung an

Rödlitz. Rödlitz. Julia Mehner aus Rödlitz kann am Samstag ihre stattliche Sammlung von Pokalen und Urkunden vergrößern. Die Fünftklässlerin, die im alpinen Skisport aktiv ist, tritt bei Rennen in Oberwiesenthal an. Dort finden die Finalläufe des Skitty-Cups sowie des deutsch-tschechischen Erzgebirgscups statt. In beiden Serien führt Julia Mehner die Wertung an.

"Ich bin mit drei Jahren zum ersten Mal Ski gefahren", erzählt die Gymnasiastin. Regelmäßige Besuche bei der Oma in Oberwiesenthal weckten das Interesse, und über eine Kindergruppe führte der Weg in die Skischule und den Sportverein in Oberwiesenthal. Dort entwickelte sich die Zehnjährige sehr gut weiter und erreichte schnell die ersten Erfolge. "Es ist natürlich ein großer Aufwand, wenn wir dreimal in der Woche zum Training fahren", erzählt Julias Mutter Susan Mehner. Seit Januar gab es an jedem Wochenende zusätzlich Rennen - im Zittauer Gebirge, im oberen Vogtland sowie auf deutschen und tschechischen Erzgebirgsstrecken. Beim großen Finale am Samstag in Oberwiesenthal kann für Julia Mehner mit Blick auf die Gesamtwertung eigentlich nichts mehr schief gehen. "Aber es gibt auch Tage, da klappt es einfach nicht", so Julia Mehner.

Ein wichtiger Wettbewerb findet in einer Woche statt. Im Bayerischen Wald tritt die Rödlitzerin gegen Nachwuchsskifahrer aus anderen Bundesländern an, wo sie zeigen wird, wo sie als sächsische Spitzenfahrerin steht. Dort entscheidet allerdings ein Rennen allein über den Ausgang der Schülerrennen, bei denen Sachsen Außenseiter sind. "Die Bayern sind immer schneller im Schnee und haben viel bessere Trainingsbedingungen", weiß Susan Mehner. Die Oberwiesenthaler versuchen dennoch, mitzuhalten, was für die Kinder intensives Grundlagentraining im Sommer und Trainingslager auf österreichischen Gletschern im Herbst bedeuten. "Das geht nur, weil Julia trotz des Aufwandes in der Schule gute Leistung bringt", betont Susan Mehner. In Zukunft könnte irgendwann auch der Weg ans Sportgymnasium führen. Da es aber in der Oberwiesenthaler Einrichtung derzeit keine Klasse für alpine Skifahrer gibt, müsste Julia Mehner vielleicht mit den stärksten Konkurrenten aus Bayern in einer dortigen Schule weiteren Spitzenleistungen entgegenstreben.

 
erschienen am 12.03.2010 ( Von Markus Pfeifer )
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern