Die Wehren aus Gersdorf und Oberlungwitz rückten zum eingestürzten Haus aus. Vor Ort konnten sie aber nicht viel ausrichten.
Foto: Markus Pfeifer
Alter Gasthof stürzt in sich zusammen
Planungen für Abriss der ehemaligen Gaststätte "Zur Sonne" liefen bereits
Gersdorf. Gersdorf. Glimpfliches Ende eines Hauseinsturzes am Samstag in Gersdorf: 43 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren aus Gersdorf und Oberlungwitz mussten am Abend ausrücken. Das seit mehr als 25 Jahren leer stehende und mittlerweile sehr marode Gebäude des einstigen Gasthauses "Zur Sonne" an der Einmündung der Hauptstraße auf die Bundesstraße 173 war teilweise in sich zusammengebrochen. Herabfallende Trümmerteile landeten aber weder auf der Straße noch auf dem Fußweg.
Abriss war schon geplant
Von der Polizei wurden dennoch die Feuerwehren alarmiert, die vor Ort aber nicht viel auszurichten hatten. Nach Auskunft des Eigentümers Ralf Fritzsche, dem das Grundstück, die Gebäude und die dahinter befindliche Firmenhalle gehören, gab es keinerlei Hausanschlüsse mehr. Der Abriss sei bereits in Planung gewesen.
Feuerwehr sperrt Gelände ab
Dass bei einem Einsturz eines leer stehenden Hauses gleich so viele Kameraden ausrücken mussten, war aus Sicht des Eigentümers unnötig. Nun befürchtet er hohe Einsatzkosten auf sich zukommen. Während die Helfer der Oberlungwitzer Feuerwehr nach kurzer Zeit wieder abrückten, sorgten die Gersdorfer mit Unterstützung des Bauhofes am Abend noch für die ordnungsgemäße Absperrung des Geländes.
Vorm Gasthaus gab es Schmiede
Nach Auskunft des Gersdorfer Ortschronisten Manfred Riemer geht die Geschichte des eingestürzten Gebäudes bis ins 16. Jahrhundert zurück. An dieser Stelle hatte sich vor dem Gasthaus "Zur Sonne" schon eine Schmiede befunden.


