Gut 8000 Rennsport-Fans hatten am Sonntagabend gegen die Absage des Motorrad-Grand-Prix 2012 auf dem Sachsenring protestiert.Foto: Andreas Kretschel
Grand Prix: Orte schieben Rettung an
Kommunales Unternehmen könnte Rennen auf dem Sachsenring ausrichten
Hohenstein-Ernstthal. Unter Hochdruck arbeiten derzeit die Kommunen der Region an der Rettung des Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring. Die Idee: Bereits ab dem kommenden Jahr soll die Sachsenring Rennstreckenmanagement Gesellschaft (SRM) den Weltmeisterschaftslauf veranstalten.
Dabei handelt es sich um ein kommunales Unternehmen. Es gehört den Orten Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitz, Lichtenstein, Bernsdorf, Gersdorf sowie dem Landkreis Zwickau. Bereits mehrfach habe es Treffen der Bürgermeister gegeben, sagte am Mittwoch Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Erich Homilius (parteilos). An einen runden Tisch mit dem ADAC Sachsen habe man sich jedoch bislang noch nicht gesetzt. "Wir müssen erst einmal sehen, wer beim ADAC der richtige Ansprechpartner ist."
Die SRM soll sich möglichst bereits ab 2012 um die Finanzierung des Grand Prix auf dem Sachsenring kümmern, erklärte Homilius. Um die vom ADAC beklagte Lücke in Höhe von 850.000 Euro zu schließen, will Homilius die Ticketpreise erhöhen. Wegen des erwarteten Defizits hatte der ADAC Sachsen vor zwei Wochen die Notbremse gezogen. Als Ausrichter ist nun der Lausitzring im Gespräch.
Wichtig sei es, nicht nur den ADAC Sachsen einzubinden, sondern auch den Automobil- und Motorradclub Sachsenring, sagte Steffen Schubert (parteilos), Bürgermeister von Oberlungwitz. Bei dem Verein handelt es sich um den sportlichen Ausrichter. Er stellte bislang unter anderem den Rennleiter und die Streckenposten. "Wir brauchen diese Experten", sagte Schubert. Und auch die Pro Sachsenring Gesellschaft müsse weiterhin einbezogen werden. Die Firma kümmert sich um die Organisation des Grand Prix. Zudem müssten Gespräche mit dem Verkehrssicherheitszentrum geführt werden. Ihm gehört der größte Teil der Strecke. Der Rest ist Eigentum des Zweckverbandes Am Sachsenring. "Es sind gegebenenfalls Verträge neu abzuschließen. Das ist alles kompliziert", sagte Schubert.
Unklar ist vor allem, wo derzeit die Rechte liegen - ob beim Rennvermarkter Dorna oder beim ADAC in München. "Ein neuer Vertrag für 2012 existiert meines Wissens nach noch nicht", erklärte Schubert. "Daher müssen wir auch mit der Dorna reden." Der Bürgermeister glaubt, dass im kommenden Jahr wieder die Motorräder auf dem Sachsenring rollen. "Vorausgesetzt, alle Beteiligten sind sich einig."



19:16 Uhr
Pixelghost: Die Vermarktungsrechte liegen doch immer bei der DORNA. Sie hat die kommerziellen- und Fernsehrechte. Und damit die ihren doppelten Betrag bekommt, 3 Mille anstatt bisher 1,5, wird hier demostriert. Ist schon irre.