Streusalz soll diesmal ausreichen
Lieferant stockt Lager auf - Mitteltrasse als neue Herausforderung für Winterdienst
Hohenstein-Ernstthal. Hohenstein-Ernstthal. Nach den zeitweiligen Streusalz-Engpässen im vergangenen Winter hat der Lieferant des Kreises Zwickau dieses Jahr mit größeren Lagerkapazitäten vorgesorgt. Das sagte der Sachgebietsleiter Straßenerhaltung im Landratsamt, Daniel Gnädig, bei der Inspektion der Winterdienstfahrzeuge der in Straßenmeisterei.
Die Menge, die der Landkreis bei der Firma Deutsche Straßen-Dienst-Gesellschaft in Hannover reserviert hat, sei mit 8000 Tonnen aber gleich geblieben. Sie werde nach Bedarf abgerufen. Der Engpass damals sei nicht wegen zu gering geplanter Mengen entstanden, sondern weil durch den anhaltenden Frost beim Lieferanten zeitgleich zu viele Bestellungen eingegangen waren, sagte Gnädig zur Begründung. Außerdem habe der Landkreis bereits 2600 Tonnen eingelagert.
Die Fahrzeug-Inspektion findet jedes Jahr zu Beginn der Wintersaison statt. In den vier Straßenmeistereien des Landkreises sind 58 Mitarbeiter auf 14 Fahrzeugen beschäftigt. Zusätzlich fahren 17 private Fuhr- und Bauunternehmen im Auftrag des Winterdienstes, der für insgesamt 753 Straßenkilometer zuständig ist. Sie arbeiten in den Meistereien Hermsdorf und Glauchau im Schichtbetrieb von 3 bis 22 Uhr, in der Meisterei Zwickau wegen der Bundesstraße 93 im 24-Stunden-Betrieb. Auch die Meisterei Werdau solle wegen der Bedeutung der neu eröffneten Mitteltrasse zwischen B 173 und Autobahnauffahrt Zwickau-West auf 24-Stunden-Betrieb umgestellt werden, kündigte Gnädig an. "Dort müssen wir diesen Winter Erfahrungen sammeln."
Der Landkreis Zwickau gibt pro Jahr 2,3 Millionen Euro für den Winterdienst aus. Er ist gesetzlich verpflichtet, die Befahrbarkeit der Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zu gewährleisten.


