Bahnhof erhält endlich Aufzüge

Einbau beginnt im März - Kosten betragen 700.000 Euro - Erleichterung für Senioren

Crimmitschau. Crimmitschau. Der Bahnhof in Crimmitschau erhält zwei Personenaufzüge. Die Projektbau GmbH der Deutschen Bahn beginnt wahrscheinlich Anfang März mit dem Einbau. Die Kosten für Planungen und Technik belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Von der Investition profitieren vor allem Senioren, Behinderte und Familien mit Kindern - sie gelangen derzeit schließlich nur über die steilen Treppenstufen auf den Bahnsteig.

In zahlreichen sozialen Einrichtungen der Stadt löst die Entscheidung der Deutschen Bahn eine große Freude aus. "Die Aufzüge stellen eine Erleichterung für viele Familien, die auf die Zugverbindungen angewiesen sind, dar", schätzt Juliane Münch, Sozialarbeiterin im Mütter- und Familienzentrum "Wespennest" in Crimmitschau, ein.

Der Gemeinnützige Verein für Behinderte, der die Interessen von rund 70 Mitgliedern vertritt, kennt ebenfalls die Notwendigkeit der Aufzüge. "Damit verschwindet ein großes Hindernis auf dem Weg zum Bahnsteig", sagt Vereinschefin Renate Engel. Sie sieht mit Blick auf die demografische Entwicklung in der Region auch eine deutliche Verbesserung für ältere Generationen. "Dabei denke ich beispielsweise an Senioren, die auf einen Rollator angewiesen sind", so Engel. Der Verein hatte in der Vergangenheit mit verschiedenen Aktionen und Unterschriftensammlung auf die fehlenden Aufzüge hingewiesen. Zudem machten verschiedene Kommunalpolitiker seit 2003 auf die Situation am Bahnhof aufmerksam.

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) hatte die Investition der Deutschen Bahn vorgestern Abend zur Stadtratssitzung als Erfolgsmeldung verkündet. Den Zuschlag für den Bau erhielt die Firma Königsbau GmbH aus Kesselsdorf. Sie errichtet rechts und links der Bahnlinie die beiden Aufzüge. Wenn die Witterung mitspielt, kann die Maßnahme im März beginnen. Die Fertigstellung ist im dritten Quartal 2010 geplant. Der Termin könne sich nach Informationen der Deutschen Bahn durch die Lieferfristen für die neue Technik noch verschieben.

Die Stadt freut sich, dass die Maßnahme in Kürze in Angriff genommen wird. "Es ist höchste Zeit, dass die Bahn diesen unhaltbaren Zustand nun beseitigt", erklärt Holm Günther.

 
erschienen am 05.02.2010 ( Von Holger Frenzel )
 
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