Fleisch liegt vergammelt im Container
Kleiderbehälter werden aufwändig gereinigt
Crimmitschau/Werdau. Crimmitschau/Werdau. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erlebt beim Blick in die Kleidercontainer immer wieder unschöne Überraschungen. In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter sogar schon Einzelteile eines geschlachteten Schafes entsorgen lassen und eine Panzerfaust an die Polizei übergeben. Nach dem Weihnachtsfest gab es in einem Kleidercontainer erneut einen ekligen Anblick. "Unbekannte haben Fleischreste entsorgt", sagt Kerstin Meißner, die sich beim DRK um die Sozialmärkte kümmert. Ärgerlich: Der Kreisverband kann die restlichen Spendengüter aus den betroffenen Containern nicht mehr verwenden und muss sich um die aufwändige Reinigung der Sammelbehälter kümmern. Den Verursachern ist das DRK bisher noch nicht auf die Schliche gekommen. Aber wenn Kerstin Meißner noch Hinweise erhalten sollte, dann will sie weitere Schritte einleiten. "Dann würden wir auch vor einer Strafanzeige nicht zurückschrecken", sagt die Leiterin der Sozialmärkte.
Das DRK sammelt über 79 Kleidercontainer jährlich 250.000 Kilogramm Altkleider ein. Sie werden über die Sozialmärkte in Werdau und in Crimmitschau verteilt. In den ersten zehn Monaten 2010 haben die Mitarbeiter 70.000 Kleidungsstücke abgegeben. Zum Vergleich: Zwischen Januar und Oktober 2009 waren es 66.500 Kleidungsstücke. Durch den strengen Winter ist vor allem der Vorrat an Bekleidung für die kalte Jahreszeit aufgebraucht. "Am größten ist der Bedarf an Jacken, Hosen und Schuhen für Kinder", schätzt Meißner ein. (hof)


