Brücke Friedrich-August-Straße 85 Jahre ist Brücke in der Friedrich-August-Straße in Crimmitschauer Stadtzentrum alt. Im Bauamt wird derzeit die Ausschreibung für den Neubau vorbereitet.

Foto: Thomas Michel

Großbauprojekte werfen ihre Schatten voraus

In Crimmitschau und Werdau werden wichtige Brücken erneuert - Bauwerke kosten fast drei Millionen Euro - Behelfssteg für Fußgänger

Crimmitschau/Werdau. Crimmitschau/Werdau. Das Bauamt im Crimmitschauer Rathaus ist derzeit mit den Vorbereitungen der Ausschreibung für den Neubau der Brücke an der Friedrich-August-Straße beschäftigt. Für das Vorhaben fallen Kosten in Höhe von mindestens einer Million Euro an. Götz Müller, Fachbereichsleiter Bau im Crimmitschauer Rathaus, rechnet mit einer Bauzeit von neun Monaten. "Der Baubeginn steht in Abhängigkeit von der Mittelbereitstellung und den Vorleistungen der Versorgungsunternehmen", sagt Müller auf die Frage, wann die ersten Baumaschinen an der Friedrich-August-Straße zu sehen sind. Im Vorfeld müssten die Partner für die Baufeldfreimachung sorgen. Die Verbundstadtwerke planen den Rückbau einer Gasleitung und die Wasserwerke die Erneuerung einer Trinkwasserleitung in der Pleiße.

Eine wichtige Hürde für das Vorhaben ist bereits übersprungen. Die Landesdirektion hat grünes Licht für die Fördergelder gegeben. "Das Geld soll aus dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung für die Hochwasserprävention kommen", sagt Joachim Eckart, Sprecher der Landesdirektion in Chemnitz. Durch die Maßnahme verschwindet schließlich die alte Zweifeldbrücke mit Mittelpfeiler. Die Details zum Ersatzneubau stehen schon fest: Die Gründung der neuen Überquerung erfolgt auf Bohrpfählen. Der Überbau wird mit einer lichten Weite von 21 Metern errichtet. Die Nutzbreite beträgt zwölf Meter. Davon stehen sieben Meter für die Fahrbahn sowie auf beiden Seiten jeweils 2,50 Meter für den Fußweg zur Verfügung. Die Brückenplatte befindet sich rund 4,30 Meter über der Flusssohle der Pleiße.

Schon seit mehreren Jahren befindet sich das Bauvorhaben in der Vorbereitung. Die bestehende Konstruktion stammt aus dem Jahr 1925 und befindet sich in einem schlechten Zustand. Deshalb darf die Brücke von Fahrzeugen mit einem Gewicht von mehr als 20 Tonnen nicht mehr befahren werden. 2008 ließ Crimmitschau zusätzliche Sicherungsmaßnahmen am Mittelpfeiler durchführen und eine Kanzel sperren.

In Werdau wird in diesem Jahr mit dem Ersatzbau der Brücke Holzstraße begonnen. Obwohl die vorhandene Konstruktion erst vor 13 Jahren errichtet wurde, weist diese bereits erhebliche Mängel auf. Noch immer ist unklar, wer Schuld an dem desolaten Zustand des 1,5 Millionen teuren Bauwerkes trägt. "Die Beweisaufnahme ist noch nicht abgeschlossen", erklärt Werdaus Oberbürgermeister Ralf Tittmann (Linke) auf Anfrage. Unabhängig davon hat die Kommune bereits im vergangenen Jahr mit den Vorbereitungen für den Ersatzbau begonnen. "Die Bauplanungen sind noch nicht ganz beendet, sodass die konkreten Kosten auch noch nicht feststehen", sagte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, André Kleber. Die Stadt geht von Kosten zwischen 1,7 und 1,9 Millionen Euro aus. Nach Auskunft des Oberbürgermeisters ist die Finanzierung gesichert. 70 Prozent der Kosten werden über Fördergelder beglichen. "Ein Bescheid für dieses und nächsten Jahr liegt vor", so Tittmann. Solange werden sich die Arbeiten, mit denen voraussichtlich im Oktober begonnen wird, hinziehen.

Die Stahlbogenbrücke wird eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 13,50 Metern haben. Die Höhe des Bauwerkes, unter dem die Sachsenmagistrale der Deutschen Bahn verläuft, beträgt 7 Meter. Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, müssen die im alten Bauwerk vorhandenen Versorgungsleitungen umverlegt werden. Für die Fußgänger entsteht eine Behelfsbrücke.

 
erschienen am 31.01.2010 ( Von Holger Frenzel und Uwe Mühlhausen )
 
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