Jacqueline Spath aus Crimmitschau (rechts) sah sich mit ihren Kindern Timo (1) und Sarah (9) in der Töpferei von Sabine Steuernagel (links) um.
Foto: Thomas Michel
In Werkstätten tönt's mächtig nach Frühling
Töpfermeisterinnen aus Crimmitschau und Neukirchen laden Besucher zum Schauen und Mitmachen ein -Österliches macht Lust aufs Fest
Crimmitschau/Neukirchen. Crimmitschau/Neukirchen. Frühlingsgefühle haben die Töpfermeisterinnen Katri Spiller, Petra Ludwig und Sabine Steuernagel am Wochenende bei ihren Besuchern geweckt. Bei nasskaltem, windigem Wetter waren die frühlingshaften Angebote in den Werkstätten das Kontrastprogramm für wintergestresste Keramikliebhaber.
Ständiges Kommen und Gehen herrschte in der Töpferei von Sabine Steuernagel in der Crimmitschauer Westbergstraße. Auffällig: Sehr viele Interessenten hatte es aus dem Thüringer Raum in die Pleißestadt verschlagen. Wie Sebastian und Michaela Kohler aus Altenburg. "Bei uns in der Umgebung haben wir alle Werkstätten in den zurückliegenden Jahren abgeklappert. Heute dachten wir, wir fahren mal nach Sachsen zum Gucken", erklärte das Paar den Besuch in Crimmitschau. Ostereier in leuchtendem Blau, ulkig aussehende Vögel, Osterküken und jede Menge Pflanzgefäße hatten die Mitarbeiter der Töpferei zu bieten. "Wir freuen uns über den guten Zuspruch", sagte Meisterin Sabine Steuernagel, die gemeinsam mit fünf Kollegen den Laden schmiss. Am Wochenende vor Ostern öffnen die 51-Jährige und ihr Team bereits wieder die Türen zum Werkstattfest.
Hübsch dekorierte Kugelschalen in Groß und Klein, Schalen für alle vier Jahreszeiten und Eier verschiedener Art ließen die Herzen der Besucher in der Werkstatt von Petra Ludwig höherschlagen. "Am Samstag war nicht viel los. Heute läuft es wesentlich besser", freute sich die Meisterin über das Interesse der Gäste, von denen sich etliche an der Töpferscheibe versuchten. "In diesem Jahr sind das sogar mal einige Erwachsene. Die trauen sich sonst nicht und lassen ihren Kindern den Vortritt", meinte die Crimmitschauerin schmunzelnd. Assistiert von Töpferin Katrin Looke wagte sich auch der neunjährige Marvin Jüttner hinter die Scheibe. "Das ist viel schwerer, als es aussieht", lautete das Fazit des "Töpferlehrlings" nach seinem ersten geglückten Versuch. Neu im Angebot hat Petra Ludwig Gebrauchskeramik in frischen Blautönen, aber auch in gedeckten erdigen Farben. "In den nächsten Monaten bin ich fast jedes Wochenende auf Märkten unterwegs. Mittlerweile fahre ich bis nach Wismar", erzählte die 54-Jährige, die sich 1983 selbstständig machte.
Sich den Frühling mit nach Hause nehmen, konnten die Besucher auch bei Meisterin Katri Spiller. Die Pflanzgefäße der Neukirchenerin in Erdbraun oder die robusten Eier mit Kratzmuster für den Osterbaum im Garten weckten Vorfreude auf schönere, sonnige Tage.


