Holm Günther tritt erneut zu Wahl für das Amt des Oberbürgermeisters an.
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Rückhand: Holm Günther spielt zurück
Amtsinhaber tritt zur OB-Wahl in Crimmitschau gegen Tennislehrer Dirk Stegmann an - Einstimmige Nominierung
Crimmitschau. Crimmitschau. Die Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" setzt bei den Oberbürgermeisterwahlen am 9. Mai wieder auf Amtsinhaber Holm Günther. Der 54-jährige Stadtchef, der seit 2003 auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt, erhielt am Donnerstagabend bei der Nominierungsveranstaltung erneut das Vertrauen der Mitglieder. Dabei gab es ein einstimmiges Votum: Alle 37 Anwesenden stimmten für Holm Günther als OB-Kandidaten und ließen ihn kurzzeitig um Fassung ringen. "Das Ergebnis hat mir Wasser in die Augen getrieben", so Günther.
Er nutzte die Veranstaltung im Atrium-Hotel zu einem fast 40-minütigen Vortrag mit Rück- und Ausblick. Dabei stimmte das Stadtoberhaupt die Gäste bereits auf schwierige Zeiten ein. "Ich will nicht nur ein Gut-Wetterkapitän sein. Bisher ging es der Stadt durch Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen gut. In den nächsten sieben Jahren kommen neue Herausforderungen auf uns zu", unterstrich der Neukirchener. Dabei setzte Günther immer wieder auf die Schlagworte Kontinuität und Kompetenz. Beides seien Grundvoraussetzungen, um Fördergeld in Dresden zu besorgen und Unternehmer zu Investitionen in der Stadt an der Pleiße zu bewegen. Schwierige Themen versuchte der "Kapitän" freilich zu umschiffen. Zum Beispiel die Kostenexplosion bei der Erweiterung des Kunsteisstadions im Sahnpark. Dafür werden 1,6 Millionen Euro benötigt. Ursprünglich ging die Kommune von Baukosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro aus. "Das werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in der Bürgergemeinschaft besprechen", kündigte Günther an.
Einen Seitenhieb in die Richtung seines Konkurrenten Dirk Stegmann, der vom Stadtverband der Christdemokraten ins Rennen geschickt wird, konnte sich der Stadtchef indes nicht verkneifen. Der Tennislehrer hatte in der vergangenen Woche den Stillstand in Crimmitschau kritisiert. "Es gibt keinen Stillstand. Es ging und es geht vorwärts", so Günther. Im Wahlkampf, mit dem die Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" Ende März/Anfang April beginnen will, kann Günther auch mit der Unterstützung des Ortsverbandes der FDP rechnen. Das sicherte FDP-Chef Wolf-Dietrich Pryssok bei der Nominierungsveranstaltung zu. "Es gibt gemeinsame Schnittstellen mit der Bürgervereinigung und dem Oberbürgermeister. Deshalb stellen wir keinen eigenen Kandidaten auf", sagte Pryssok.


