33 Meter statt 40 Meter Durchmesser: Der Werdauer Sternplatz ist für einen Kreisverkehr zu eng.
Foto: Straßenbauamt/Freie Presse
Sternplatz ist zu eng für einen Verkehrskreisel
Ampelanlage am Knotenpunkt der Pleißestadt hat Bestand - Platzprobleme verhindern andere Variante - Kein Unfallschwerpunkt mehr
Werdau. Werdau. Der Werdauer Sternplatz ist für einen Kreisverkehr zu eng. Deshalb müssen auch die jüngsten Vorschläge von Kraftfahrern, die an die Adresse des Straßenbauamtes Plauen mit Sitz in Schlema gerichtet sind, ungehört verhallen.
Wie der von Jürgen Thomas aus Steinpleis. Anlass für seine Fragen waren die wiederholten Ausfälle der Ampelanlage am Sternplatz, die durch einen Defekt in der Elektronik ausgelöst worden waren. "Diese Ausfälle sind durch ganz normalen Verschleiß eingetreten und werden sich sicherlich wiederholen. Was hindert die Verantwortlichen eigentlich daran, in Werdau einen weiteren Kreisverkehr einzurichten? An der ,Wiener Spitze' in Leubnitz gibt es keine Wartezeiten und gleich gar keine Wartungs- und Reparaturkosten für irgendwelche Elektronik", meint Jürgen Thomas, der seit vielen Jahren Auto fährt.
"Es gibt Mindestanforderungen an die Größe eines Kreisverkehrs. Und wenn die nicht eingehalten werden können, kann diese Variante leider nicht umgesetzt werden", antwortet Uwe Müller, Abteilungsleiter Planung der Zweigstelle des Straßenbauamtes Plauen in Bad Schlema. "Kommen in innerstädtischen Bereichen zur Kreisfahrbahn noch umlaufende Gehwege hinzu, entsteht schnell ein Platzbedarf von 40 Metern im Durchmesser. Dieser Raum ist am Sternplatz nicht vorhanden." An der "Wiener Spitze" in Leubnitz sei dieser Platz erst durch den Abriss der Pension "Zur Landesgrenze" entstanden.
Uwe Müller betont, dass sich die Fachleute der Straßenbauverwaltung über die Vorteile von Kreisverkehren im Klaren sind. "In unserem ehemaligen Zuständigkeitsbereich Zwickauer Land und Chemnitzer Land wurden in den zurückliegenden Jahren viele derartige Varianten umgesetzt", sagt Uwe Müller. Allein in Crimmitschau wurden vier Kreisel errichtet. Weitere sind in den nächsten Jahren geplant. Uwe Müller nennt zum Beispiel Neukirchen im Zuge der weiteren Errichtung der Westtrasse. Zwei weitere Kreisel werden innerhalb des Baus der so genannten Mitteltrasse in Steinpleis und in der Werdauer Sorge angelegt.
Dass die Ampelvariante am Sternplatz gut zu funktionieren scheint, belegen statistische Aufzeichnungen der Polizeidirektion Südwestsachsen. "Seit dem Umbau der Kreuzung ist sie kein Unfallschwerpunkt mehr", bestätigt Oliver Wurdak von der Pressestelle der Behörde. Vier Unfälle 2008 und genau so viele 2009 stehen zu Buche. "Allerdings sind das nur die Vorfälle, zu denen wir auch gerufen werden", räumt er ein.


