Verhandlungen über neuen Vertrag laufen bis Ende März
Sportverein zieht Kündigung des Nutzungsvertrages zurück
Mannichswalde . Auf dem Sportplatz gehen die Lichter entgegen den bisherigen Befürchtungen zum Jahreswechsel doch nicht aus. Der Vorstand des Sportvereins Mannichswalde hat die Kündigung des Nutzungsvertrages zurückgezogen. Diese Entscheidung teilte Stefan Werner, Vorsitzender des 170 Mitglieder zählenden Eishockey- und Fußballvereins, zur Sitzung des Ortschaftsrates mit. Dadurch können auch andere Nutzer des Komplexes aufatmen. Die Kampfsportler treffen sich in dem Gebäude zum Training. Und auch die Mitglieder des Faschingsclubs strapazieren dort bei ihren Veranstaltungen die Lachmuskeln ihrer Gäste. Durch eine Kündigung wäre das Aus für die Sportanlage besiegelt gewesen, weil die Stadtverwaltung die Betreibung in Eigenregie zuvor bereits abgelehnt hatte.
Lösungen werden gebraucht
"Wir haben die Kündigung notgedrungen wieder zurückgenommen. Trotzdem müssen Lösungen für die Sportanlage gesucht werden, weil uns ansonsten die Kosten auffressen", erklärt Stefan Werner. Vor allem die Altschulden, die ein ehemaliger Gaststättenpächter hinterlassen hat, bereiten dem Klub große Probleme. Dabei soll es sich um eine Summe im niedrigen fünfstelligen Bereich handeln. Die neue Absprache zwischen Klub und Stadtverwaltung: Bis zum 31. März 2012 soll über eine Aktualisierung und Überarbeitung des laufenden Vertrages verhandelt werden.
"In diesem Zusammenhang wird auch geprüft, wie wir den Verein bei der Bewältigung des Altschuldenproblems helfen können", verspricht Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau). Bisher kann der Klub bis zu 40 Prozent der Betriebskosten von der Stadtverwaltung erstattet bekommen. Die restlichen Gelder muss er durch Beiträge und Mieteinnahmen erwirtschaften. "Die Rücknahme der Kündigung durch den Verein ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Günther. Aus seiner Sicht müssen die Gelder für die notwendigen Investitionen in die mittelfristige Finanzplanung eingeordnet werden. Die Mittel sind für die Umsetzung von Brandschutzauflagen und die Erneuerung von Kabinen und Sanitärräumen erforderlich.
Kommunikation hat gefehlt
Auffallend: In der Vergangenheit hat lange Funkstille zwischen dem Vorstand des Sportvereins und den Mitgliedern des Ortschaftsrates geherrscht. Beide Seiten kritisieren die fehlende Kommunikation. Daran soll sich nun aus Sicht von Ortsvorsteher Wolfgang Langwald (CDU) etwas ändern. "Der Ortschaftsrat kann in den Verhandlungen auf Wunsch eine Lenkungsrolle einnehmen", sagt Langwald. Für die Kündigung des Nutzungsvertrages zeigt der Ortschef übrigens kein Verständnis. "Wenn dunkle Wolken am Horizont zu sehen sind, muss noch lange kein Gewitter folgen", kommentiert Langwald.


