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Vom Rost zerfressen wartet die Fußgängerbrücke an der Straßenbahnhaltestelle in Eckersbach auf ihren Abriss.

Foto: Ralph Köhler

"Blaues Wunder" rostet: Im Mai kommt der Abrissbagger

Die bekannte Fußgängerbrücke in Eckersbach verschwindet. Doch drohen jetzt Probleme an den Spieltagen des FSV?

Von Frank Dörfelt
erschienen am 21.04.2017

Zwickau. Am 20. und 21. Mai, einem Wochenende, wird die Fußgängerbrücke "Blaues Wunder" im Zwickauer Stadtteil Eckersbach dem Erdboden gleich gemacht. Das erfuhren vorgestern Abend etwa 70 Anwohner bei einer vom SPD-Ortsverein organisierten Infoveranstaltung. Die 1984 errichtete Stahlkonstruktion macht einer neugestalteten Straßenbahnhaltestelle Eckersbach-Mitte Platz. Wie der Leiter des Tiefbauamtes, Thomas Pühn, sagte, sei nicht nur der fortschreitende Rost für die Entscheidung verantwortlich, sondern auch die Tatsache, dass bis 2022 alle Haltestellen barrierefrei erreichbar sein müssen.

Voraussichtlich ab dem 18. Mai wird die Sternenstraße für drei Wochen voll gesperrt. Die Haltestelle stadteinwärts wird in Richtung Komarowstraße verlegt und dazu ein Ersatzbahnsteig errichtet. Die Dauer der Sperrung gefällt nicht allen Eckersbachern. Die Umleitung werde jedoch so kurz wie möglich über Straßen des Wohngebietes geführt, sagte Pühn.

Nach dem Abriss werden die Flächen rechts und links der Sternenstraße neu gestaltet. Da die hohen Zugänge zur Brücke nicht mehr benötigt werden, soll ein Teil des Erdreiches verschwinden. Von beiden Seiten der Straße führt der Weg dann über sechs Meter breite Treppen zum Fußgängerüberweg, über den die Haltestelle oder die jeweils andere Seite erreicht werden kann. Für Rollstühle, Kinderwagen und Rollatoren stehen Rampen mit Geländern zur Verfügung. Eine Ampel ist nicht vorgesehen, dafür ein Zebrastreifen.

Jedoch: Einige Eckersbacher finden die Treppen zu schmal - vor allem, wenn sich die Fußballfans des FSV Zwickau dort drängen. "Für den Alltag reichen sie aus", entgegnete Pühn jedoch. Es sei dem Steuerzahler nicht zuzumuten, überdimensionierte Treppen zu bauen, die alle zwei Wochen für eine halbe Stunde genutzt würden. Die Fußballfans beschäftigen die Anwohner auch noch aus einem anderen Grund: Große Menschenmassen, die den Fußgängerübergang nutzen, könnten den Verkehr an Spieltagen längere Zeit zum Erliegen bringen. Das jedoch, so Pühn, sei eher ein Thema für die Polizei.

Die Straßenbahnen fahren, bis auf die Abrisstage, planmäßig, wie Peter Seidel von den Städtischen Verkehrsbetrieben Zwickau (SVZ) sagte. Nur während der Sommerferien werden sie durch Busse ersetzt. Dann lässt die SVZ auf rund einem Kilometer die Gleise erneuern. Im Anschluss daran will die Stadt, sofern Fördermittel zur Verfügung stehen, die Fahrspur stadteinwärts sanieren. Wie an den anderen Abschnitten der Sternenstraße wird es zwischen Astronomenweg und Max-Planck-Straße nur noch eine Fahrspur geben, dafür entsteht ein Radstreifen. Mitte Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
1
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 21.04.2017
    12:45 Uhr

    Interessierte: Vom Rost zerfressen ...
    Ich kenne da auch Brücken in Chemnitz , die sind vom Rost zerfressen , warum auch immer der Rost das schaffen kann ...

    2 0
     

 
 
 
 
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