In Wiese und Sand lauert die Gefahr
Zerschlagene Bierflaschen auf Kinderspielplätzen - kreuzgefährlich
Zwickau. Jeden Montag von 14 bis 18 Uhr können sich Kinder auf dem Spielplatz Arndtstraße etwas ausgiebiger die Zeit vertreiben. Dann ist dort das Spielmobil Ferdi zu Gast.
Täglich zieht die Karawane weiter - nach einem festen Terminplan: dienstags Mosel, mittwochs Eckersbacher Höhe, donnerstags Oberhohndorf (Südplatz), freitags Schulhof Crossen. Oft muss die Ferdi-Mannschaft erstmal Hand anlegen, um die Hinterlassenschaften rücksichtsloser Zeitgenossen zu beseitigen. Papier, Plastemüll - gefährlich sind zerschlagene Bierflaschen. Glasscherben wurden einer jungen Mutti zum Verhängnis, die mit ihrem Kind auf dem Spielplatz Arndtstraße anrückte. Weil sie die Scherben nicht bemerkte, zog sie sich eine tiefe Schnittwunde an der Fußsohle zu. Spielmobil-Chefin Angela Herz erinnert sich an den Fall: "Die Scherben lagen im Gras, und die Frau war barfuß. Die Wunde hat sehr stark geblutet."
In der Stadt weiß man: Völlig vermeiden lassen sich Unfälle nicht, obwohl ein Großteil der Spielplätze regelmäßiger Kontrolle unterliegen. Von den 165 öffentlichen Spielanlagen sind 95 in Verantwortung verschiedener Träger, 70 betreut das Garten- und Friedhofsamt. Etwa aller vier Wochen machen städtische Mitarbeiter ihre Runde. Eine höhere Kontrolldichte wird zwar angestrebt, ist aber aufgrund der derzeitigen Personalsituation nicht umsetzbar, lässt die Stadtverwaltung wissen. Auch die Stadtkontrolleure des Ordnungsamtes schauen bevorzugt nach Ordnung und Sauberkeit auf Spielplätzen in exponierter Lage. Je nach Dringlichkeit werden auch außerhalb der turnusmäßigen Reinigungsintervalle zusätzliche Arbeitsaufträge ausgelöst. Den Großteil des Pflegeaufwandes bewältigen die eigenen städtischen Kräfte. Zudem sind verschiedene Firmen mit unterhaltenden Leistungen beauftragt. Das beinhaltet neben der Reinigung und dem Entleeren der Abfallbehälter auch Arbeiten am Gehölzbestand. Außerdem wird der Rasen sechsmal im Jahr gemäht.
Auch für das Beseitigen willkürlich verursachter Schäden muss die Stadt regelmäßig Geld ausgeben. Allein in diesem Jahr wurden schon außerplanmäßige Reparaturaufträge im Umfang von mehr als 10.000 Euro an Firmen vergeben.


