Werbung/Ads
Menü

Themen:

Landesbischof Carsten Rentzing (rechts) führte gestern Harald Pepel feierlich in sein Amt als Superintendent ein.

Foto: Ralph Köhler

Neuer Kirchenchef im Amt

Etwa 1000 Christen haben gestern bei einem Fest- gottesdienst im Dom die Einführung von Harald Pepel als Superintendent gefeiert. Der Theologe hat eine klare Botschaft.

Von Viola Martin
erschienen am 06.03.2017

Zwickau. Nicht nur Pfarrer aus dem Kirchenbezirk Zwickau und der Nicolai-Kirchgemeinde waren gestern Nachmittag in den Dom gekommen, um den Festgottesdienst aus Anlass der Einführung von Harald Pepel als Superintendent und Pfarrer der Nicolai-Kirchgemeinde zu feiern. Auch Landrat Christoph Scheurer (CDU), Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) und viele Einwohner aus dem Landkreis füllten das Gotteshaus.

Sie lernten mit Pepel einen Kirchenmann kennen, der im fernen Hermannstadt in Siebenbürgen geboren wurde. Sein Vater war Glasbläser, die Mutter Buchhalterin. Als er 1989 sein Studium begann, öffnete sich der eiserne Vorhang. Wenige Jahres später kam der Theologe in die Bundesrepublik, arbeitete als Pfarrer in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Ab 2000 war er Pfarrer im Vogtland, ehe er 2005 nach Großenhain ging. Und nun Zwickau. Hier segnete ihn gestern Landesbischof Carsten Rentzing als Superintendent ein. In seiner Predigt ging Pepel auch auf die aktuelle Lage ein. "An Europa sehen wir: Menschen sind in eine Phase der Verunsicherung geraten, die Unbehagen erzeugt. Der Wunsch nach einer Rückkehr in die berechenbare Ordnung eines Nationalstaates wird lauter, zugleich werden Feindbilder bedient und Vorurteile geschürt. Die Freiheit mit ihren Erscheinungsformen steht auf dem Spiel", sagte der neue Superintendent und erklärte: "Die Jüngerschaft in der Nachfolge Jesu besteht nicht im Rückzug auf die einfachen Dinge und Lösungen. Wir sollen verhindern, unter die Räder machtsüchtiger Ideologen zu gelangen. Hier haben wir als Kirche in der Gesellschaft, genau wie die Gesellschaft für sich, eine entscheidende und wichtige Rolle."

Am Ende des Gottesdienstes hatte Harald Pepel Hunderte Hände zu schütteln. Viele Menschen wünschten ihm Gottes Segen für das neue Amt. Das tat auch der frühere Großenhainer Superintendent Eckhard Klabunde, der den Theologen aus seiner Arbeit als Pfarrer in Demmin und Großenhain kennt. Er beglückwünschte Pepel zu seinem neuen Amt. "Ich habe seine Ausdauer, Frömmigkeit, Geduld und große Toleranz schätzen gelernt, genau wie seine gute Fähigkeit als geistlicher Leiter", sagte Klabunde. Er war wie viele weitere Teilnehmer des Gottesdienstes mit zum anschließenden Empfang in den Bürgersaal des Rathauses gekommen.

Harald Pepel, der mit Frau und drei Kindern in die Muldestadt gezogen ist, zeigte sich glücklich angesichts der vielen guten Wünsche. "Die Zwickauer haben es mir leicht gemacht", sagte der neue Chef des Kirchenbezirkes Zwickau, der 40.000 Christen zählt.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Lesen Sie auch:
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

 
 
 
 
 
Wetteraussichten für Zwickau
Di

24 °C
Mi

19 °C
Do

14 °C
Fr

20 °C
Sa

22 °C
 
Unsere Youtube-Videos

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freie Presse Immobilien
Immobilienangebote für Zwickau und Umgebung

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Zwickau

Immobilienportal

Mietangebote

Kaufangebote

 
 
 
 
Online Beilagen

Die aktuellen Angebote von Ihrem Media Markt

Wir feiern Geburtstag! Hin & Web!

 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse vor Ort

08056 Zwickau
Hauptstraße 13
Telefon: 0375 5490
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9.00 - 17.30 Uhr, Sa. 9.00 - 11.00 Uhr

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm