Das Polizeirevier in Wilkau-Haßlau wurde am Donnerstag kurzzeitig evakuiert, als ein 18-Jähriger einen Brief mit einem unbekannten Pulver vorbeibrachte. Es enthielt keine Milzbrand-Erreger, wie Untersuchungen ergaben.Foto: Andreas Wohland
Wilkau-Haßlau: Brief enthielt keinen Milzbrand-Erreger
Behörden geben Entwarnung
Wilkau-Haßlau. Nach der Zusendung eines Briefs mit vermeintlichen Milzbrand-Erregern hat die Landesuntersuchungsanstalt in Leipzig am Montag Entwarnung gegeben. Demnach ist das Pulver in dem absenderlosen Brief nicht kontaminiert gewesen. Worum es sich bei der Substanz handelt, blieb offen.
Am Donnerstag hatte ein 18-Jähriger aus Wilkau-Haßlau die ominöse Post erhalten. Das Kuvert enthielt neben dem weißen Pulver auch ein Schreiben mit dem Text "Sie haben sich soeben mit Anthrax infiziert". Der junge Mann eilte daraufhin zur Polizei. Dort wurde der Brief samt Inhalt mit einem Großaufgebot an Rettungskräften in ein verschlossenes Behältnis verpackt.
Derweil fehlt vom Absender jede Spur. Schreiben und Briefumschlag müssen in den kommenden Tagen kriminaltechnisch untersucht werden. Die Polizei ermittelt wegen des Androhens von Straftaten. Die Tat kann mit Geldstrafe aber auch mit Freiheitsentzug geahndet werden. (fp)

