Menü
 
Schiri Uwe Hofmann seift den Rasen ein.

Foto: Eckardt Mildner

Eine Spur Brasilien

Beim mittelsächsischen Pokalfinale eifert ein Schiedsrichter seinen WM-Kollegen mit Rasierschaum nach

Von Thomas Reibetanz
erschienen am 30.06.2014

Was in Deutschland nicht erlaubt ist, ist offenbar verboten: Ein Fußball-Schiedsrichter aus Mittelsachsen hat ganz nach dem Vorbild seiner Kollegen bei der Weltmeisterschaft die Neuerung angewendet und den Abstand der Freistoßmauer zum Ball mit weißen Linien markiert. Dafür kriegt er nun Ärger vom Verband. Auch, weil er statt Kreidespray Rasierschaum verwendet hat.

Aber der Reihe nach: Fußballfans haben sich an diesen Anblick gewöhnt: Gibt es bei der WM in Brasilien einen Freistoß in Tornähe, markieren die Schiedsrichter die Position des Balles und die der Mauer in 9,15 Metern Abstand zum Spielgerät mit einem weißen Kreidestrich. Den zaubern sie aus einer kleinen Sprühdose, nach einer Minute löst sich die Markierung von selbst im Rasen auf.

Uwe Hofmann findet diese Idee klasse. Beim mittelsächsischen Pokalfinale zwischen Freiberg und Mulda hat der langjährige Schiedsrichter des SV Oberschöna deshalb zur Spraydose gegriffen und den Spielern mit weißen Strichen zu verstehen gegeben, wie weit sie gehen dürfen. Die Trainer beider Teams lachten über das außergewöhnliche Material, Hofmann hatte Rasierschaum versprüht. Die verdutzten Spieler hielten sich brav an die Linien. Volker Meinel, Chef des Sportgerichtes, konnte nicht lachen. "Diese Show kann er bei einem Freundschaftsspiel abziehen, aber nicht bei einem Finale", sagte er und kündigte Ärger an. "Das hat ein Nachspiel. Denn das Markierungsspray ist selbst in der Bundesliga noch nicht eingeführt!"

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Lesen Sie auch:
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

 
 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
Adventstermine im Überblick
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Onkel-Max-Frage
Wieso geht ab dem 23. Dezember die Sonne nicht früher auf?
Onkel Max
Tomicek

Auch ich gehöre zu den Menschen, die sich freuen, wenn Ende Dezember die Tage wieder länger werden. Ich dachte immer, dass nach der Wintersonnenwende die Sonne morgens eher und nachmittags später auf- beziehungsweise untergeht. Aber dann stellte ich im vergangenen Jahr zu meiner Verwunderung fest, dass zwar ab dem 23. Dezember die Sonne nachmittags später unterging, aber fast die gleiche Zeitspanne auch morgens später aufging, und zwar beinahe eine Woche lang. Erst dann war auch ein täglich früherer Sonnenaufgang zu verzeichnen. Wie hängt das zusammen? (Die Frage stellte Friedemann Schubert aus Ehrenfriedersdorf.)

Antwort lesen
 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken & Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte von Annaberg bis Zwickau finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Blaue Börse jetzt neu!

Schalten Sie Ihre Anzeige noch auffälliger - mit Farbfoto oder mit größerer Überschrift! Ihre Anzeige erscheint mittwochs in der Freien Presse und gratis dazu 7 Tage im Internet.

► Zeitungsanzeige inserieren
► Online Only Anzeige inserieren

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm