Der Schnee lockte am Sonntag noch einmal viele Menschen in die Freiberger Innenstadt. Die Einkaufstüten waren allerdings nicht allzu groß. 
Der Schnee lockte am Sonntag noch einmal viele Menschen in die Freiberger Innenstadt. Die Einkaufstüten waren allerdings nicht allzu groß.

Foto: Marcel Schlenkrich

Der Kaufrausch ist nicht ausgebrochen

Nach zweitem verkaufsoffenen Sonntag in der Vorweihnachtszeit sind Händler der Freiberger Innenstadt zufrieden

Freiberg. Es könnte immer besser sein. Ob diese Einschätzung des Weihnachtsgeschäftes, getroffen vom Vorsitzenden des Freiberger Gewerbevereins André Dietrich, als Miesmacherei oder Realismus angesehen werden kann, müssen die Händler der Freiberger Innenstadt selbst entscheiden. Beim Kassensturz nach Heiligabend werden sie sehen, ob die zwei verkaufsoffenen Sonntage am 2. und 4. Advent sowie ein stets sehr gut besuchter Christmarkt ihr Geschäft belebt haben.

Dietrich jedenfalls hofft wie in jedem Jahr auf die letzten Tage vor der Bescherung. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen sehr spät auch die Läden in ihrer eigenen Stadt entdecken", sagt er. "Viel lieber fahren sie in den Wochen zuvor in die großen Städte und drängeln sich mit den Massen durch die Kaufhäuser. Und finden am Ende doch nicht wirklich was." Das Resümee des Gewerbeverein-Vorsitzenden fällt nach dem letzten Einkaufswochenende vor Weihnachten deshalb eher bescheiden aus. "Nein, zufrieden bin ich nicht. Und ich weiß auch, dass viele meiner Kollegen das ähnlich sehen."

Mit dieser Aussage beweist Dietrich sogar Mut, denn befragt man die Kollegen direkt, sprechen sie wie Goldschmiede-Inhaberin Andrea Gerlach von einem guten Weihnachtsgeschäft. "Wir können zufrieden sein", sagt sie. "Gerade an den Wochenenden war in der Stadt richtig viel los. Das kann auch Norbert Schumann, Leiter der Freiberger Geschäftsstelle der "Freien Presse", bestätigen. "Wir sind sehr zufrieden. Gerade die Artikel zu Freiberg, der Bildband und der Weihnachtsschmuck mit Motiven aus der Bergstadt etwa, waren Verkaufsschlager", sagt er. Einen Grund für die Zufriedenheit dieser beiden Befragten hat André Dietrich schnell gefunden: "Sowohl die Goldschmiede an der Burgstraße als auch die Geschäftsstelle der ,Freien Presse' direkt am Obermarkt profitieren natürlich vom Christmarkt", betont er. Die Händler, die etwas weiter weg ihre Geschäfte haben, können nicht so jubeln."

 

 
erschienen am 18.12.2011 ( Von Thomas Reibetanz )
 
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